Die wichtigsten Android-Apps
Eine ruhige Auswahl für Alltag, Organisation und Sicherheit.
Empfehlungen, Tests und Alternativen. Und die Frage, welche App ein Gerät überhaupt braucht.

Eine ruhige Auswahl für Alltag, Organisation und Sicherheit.
Der XMPP-Messenger im Test.
Warum der Store aufgeräumt werden musste – und was daraus wurde.
Der Play Store ist die sicherste Quelle für die meisten Nutzer, weil Play Protect Apps vor und nach der Installation prüft. F-Droid ist die Alternative für quelloffene Apps ohne Tracker – ohne Google-Konto, mit eigenen Builds. Direkte APK-Downloads aus dem Netz sind der Weg, auf dem die meiste Schadsoftware auf Geräte kommt; die Anleitung zum Installieren außerhalb des Stores im Archiv erklärt, wann das trotzdem sinnvoll ist und wie man die Herkunft prüft.
Ein neues Android-Gerät bringt Browser, Mail, Kalender, Karten, Fotos und einen Messenger mit. Was fehlt, ist selten eine weitere App, sondern eine Entscheidung: ein Passwort-Manager, ein Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, ein Backup-Weg für App-Daten und eine Tastatur, der man vertraut. Die Empfehlungsliste oben ist bewusst kurz.
Das Archiv enthält Hunderte App-Tests von 2012 bis 2019: Launcher, Tastaturen, Spiele, Mediaplayer, Messenger. Viele der getesteten Apps gibt es nicht mehr, andere – Nova Launcher, SwiftKey, Conversations, BubbleUPnP – sind bis heute im Einsatz. Die Tests zeigen, was sich an den Erwartungen an eine gute App geändert hat und was nicht: Sie soll ihren Zweck erfüllen, wenig Berechtigungen verlangen und das Gerät nicht ausbremsen.
Wer weniger Daten an Google geben möchte, muss Android nicht verlassen. Für fast jeden Systemdienst gibt es eine quelloffene Alternative: F-Droid statt Play Store, Fennec oder Firefox statt Chrome, K-9 Mail (heute Thunderbird für Android) statt Gmail, OsmAnd oder Organic Maps statt Google Maps, Aegis statt Google Authenticator, Bitwarden oder KeePassDX als Passwort-Manager. Der Schritt lohnt sich schrittweise: erst der Browser, dann der Passwort-Manager, dann Mail. Die Apps-Übersicht führt zu den Archiv-Tests, in denen viele dieser Alternativen erstmals vorgestellt wurden – und markiert, welche davon noch gepflegt werden.
Ein Store mit Millionen Apps enthält Klone, Datensammler und Apps, die nach Jahren den Besitzer wechseln und plötzlich Tracking einbauen. Vier Gewohnheiten schützen: nur Apps installieren, deren Entwickler nachvollziehbar ist (Website, Datenschutzerklärung, Historie); vor der Installation die Berechtigungen im Store lesen; Apps deinstallieren, die länger als ein halbes Jahr nicht genutzt wurden (Android schlägt sie unter „Nicht verwendete Apps“ selbst vor); und Play Protect eingeschaltet lassen. Der Play Store zeigt seit 2022 den Datensicherheitsabschnitt pro App – welche Daten gesammelt und ob sie weitergegeben werden; er ist Selbstauskunft des Entwicklers, aber ein brauchbarer erster Filter.
Im Play Store steht zu jeder App ein Abschnitt zur Datensicherheit, in dem der Anbieter angibt, welche Daten er erhebt und ob er sie teilt. Diese Angaben stammen vom Entwickler selbst und werden nicht für jede App überprüft; sie sind ein Anhaltspunkt, kein Prüfsiegel. Aussagekräftiger ist der Abgleich mit der Funktion: Eine Taschenlampe, die den Standort erhebt, widerspricht sich unabhängig davon, was im Formular steht. Ebenso lohnt der Blick auf das Datum der letzten Aktualisierung und darauf, ob der Entwickler weitere Apps pflegt.
Bewertungen sind der unzuverlässigste Teil der Seite. Aussagekräftig sind die aktuellsten Ein-Stern-Bewertungen: Sie beschreiben, was seit dem letzten Update nicht mehr funktioniert, und decken Abo-Modelle auf, die in der Beschreibung fehlen. Eine App, deren negative Bewertungen alle dasselbe Problem nennen, hat ein Problem – eine mit verstreuter Kritik meist nur viele Nutzer.
Die Android-Tastatur bestimmt, wie Texte eingegeben, korrigiert und zwischengespeichert werden. Passende Sprachen erleichtern das Schreiben; bei persönlichen Wörterbüchern, kopierten Inhalten und Zusatzfunktionen entscheidet die jeweilige Tastatur über Speicherung und Verarbeitung.
Größere Schrift, gesprochene Rückmeldungen und Untertitel erleichtern unterschiedliche Aufgaben. Android trennt dabei Darstellungsoptionen von Diensten, die Bildschirminhalte auswerten oder Aktionen ausführen können und deshalb besonders sorgfältig ausgewählt werden sollten.
Ein übersichtlicher Startbildschirm und passende Anzeigeeinstellungen erleichtern den Alltag mit Android. Welche Anpassungen sinnvoll sind, richtet sich nach Sehvermögen, Hörvermögen, Beweglichkeit und bisherigen Gewohnheiten der Person, die das Gerät verwendet.
Viele Android-Browser verwenden Technik aus Chromium, unterscheiden sich aber bei Datenschutzfunktionen, Bedienung und Aktualisierungen. Firefox nutzt eine andere Engine. Daneben stellt Android WebView bereit, damit Apps Webinhalte einbetten können, ohne einen vollständigen Browser zu öffnen.
Gewöhnliche Nutzerapps lassen sich meist entfernen, während vorinstallierte Komponenten genauer geprüft werden müssen. Deinstallation, Deaktivierung und automatische Stilllegung haben unterschiedliche Folgen für Speicherplatz, gespeicherte Daten und die weitere Verfügbarkeit einer Anwendung.
Karten, Suche, Fotos und Mail lassen sich unabhängig voneinander umstellen. Ein Wechsel der sichtbaren Apps entfernt jedoch nicht die Google Play-Dienste, auf deren Hintergrundfunktionen auch Anwendungen anderer Anbieter angewiesen sein können.
Eine passende Android-App verlangt nachvollziehbare Zugriffe, erklärt ihre Datenverarbeitung und macht laufende Kosten erkennbar. Sterne und ein bekanntes Logo reichen für die Auswahl nicht aus, weil Funktionsumfang, Geschäftsmodell und technische Pflege getrennt betrachtet werden müssen.
Eine Fotosicherung ist erst belastbar, wenn die gewünschten Aufnahmen vollständig am vorgesehenen Ziel liegen und dort geöffnet werden können. Cloud-Ansicht, lokale Datei und unabhängige Kopie sind unterschiedliche Zustände; besonders beim Löschen und Freigeben von Speicherplatz kommt es darauf an.
Ein Android-Handy kann seine Position per Satellit auch ohne mobile Daten bestimmen. Für die Navigation müssen zusätzlich passende Karten und eine offline verfügbare Routenberechnung vorhanden sein. Ein gespeicherter Kartenausschnitt allein deckt nicht jede Verkehrsart und jede Umleitung ab.
Kindersicherung unter Android besteht aus mehreren getrennten Einstellungen. Ein betreutes Konto organisiert Freigaben und Zeiten, während Store- und Browserfilter nur bestimmte Inhalte erfassen und zusätzliche Nutzerprofile gesondert abgesichert werden müssen.
Ein Android-Abo endet durch eine Kündigung beim zuständigen Abrechnungsdienst. Das Löschen der App reicht nicht aus. Entscheidend sind das beim Abschluss verwendete Konto, der Zahlungsweg und die Bestätigung, bis wann der Zugang noch besteht.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt Nachrichten zwischen den beteiligten Geräten vor dem Mitlesen durch den Transportdienst. Sie verbirgt jedoch nicht automatisch Verbindungsdaten und schützt keine offen angezeigten Inhalte. Backups, verknüpfte Geräte und der konkrete Chatmodus bestimmen den tatsächlichen Schutz mit.