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Veröffentlicht am Android-Apps · Deutsche Apps 4 Min. Lesezeit

Test: Cerberus Anti-Diebstahl – Handy verloren? Cerberus hilft beim Wiederfinden

Wie auch andere Apps, die das Auffinden oder Sichern des Androiden nach dem Handyklau oder Verlieren erleichtern, will Cerberus Anti-Diebstahl gleich mehrere Sicherheits-Lösungen in einem bieten. Wodurch sich Cerberus von der Konkurrenz abhebt, wurde im Test untersucht.

Funktionsumfang

Ziel der App ist es, das verloren gegangene oder gestohlene Handy oder Tablet über eine Karte lokalisieren zu können und es dem vermeintlichen Finder zu ermöglichen, den Besitzer ausfindig zu machen. Außerdem soll vermieden werden, dass Langfinger an sensible Daten auf dem Telefon kommen oder dieses überhaupt nutzen können, ohne die bei Cerberus angelegten Sicherheitsdaten zu kennen.

Die Anwendung lässt sich über die Cerberus-Website oder SMS steuern. Nach der Installation ist zunächst einmal das Anlegen eines Accounts mit Usernamen und Passwort angesagt. An eine ebenfalls anzugebende E-Mailadresse bekommt man daraufhin eine Mail mit den entsprechenden SMS-Befehlen geschickt. Diese gibt gleichzeitig einen guten Überblick über die Funktionen der App:

Abbildung zum Artikel „Test: Cerberus Anti-Diebstahl – Handy verloren? Cerberus hilft beim Wiederfinden“

Wie gut in der eingefügten Mail zu sehen, sind also nicht nur Standardfunktionen wie das Lokalisieren des Gerätes, Sperren oder das Löschen des Gerätespeichers integriert, sondern auch die Aufnahme von Screenshots, Videos und Fotos. Screenshots werden beispielsweise aufgenommen, wenn ein falscher Entsperrcode eingegeben oder der Cerberus-Alarm gestoppt wird. Zur Identifikation des Langfingers lassen sich per Fernsteuerung die Front- oder Hauptkamera aktivieren, die dann über eine festlegbare Zeit Fotos oder Videos aufzeichnen.

Nach einer Anmeldung mit Username und Passwort auf der Cerberus-Website wird der Standort des Handys auf einer Karte angezeigt. Außerdem lassen sich auch hier zahlreiche Befehle ausführen:

Abbildung zum Artikel „Test: Cerberus Anti-Diebstahl – Handy verloren? Cerberus hilft beim Wiederfinden“

Einige Cerberus-Funktionen, wie der Deinstallationsschutz für die App (Deinstallation in diesem Fall nur durch das Flashen einer neuen Rom möglich), ferngesteuertes Löschen von Daten auf dem Handyspeicher oder eine Passwortsperre, sind nur auf gerooteten Geräten möglich, indem der User Cerberus die Geräteadministration erlaubt. Hier geht es zu dem Tutorial über Vor- und Nachteile des Rootens.

Bei aktivierter Sim-Checker-Funktion wird die Telefonnummer einer neu eingelegten fremden Simkarte an eine zuvor vom Besitzer des Handys festgelegte Telefonnummer gesendet, so dass sich das Smartphone auch in diesem Fall noch über SMS steuern lässt.

Bedienbarkeit

Das Anlegen eines Accounts ist über die App möglich, was auf einem Samsung Nexus S mit Android 4.1.2 problemlos funktionierte. Alle Funktionen lassen sich in einem übersichtlichen deutschsprachigen Menü einzeln aktivieren und deaktivieren. Jede Funktion ist mit einer kurzen Erklärung versehen. Auch die Cerberus Website erwies sich im Test, ebenso wie die App, als sehr übersichtlich. Der Standort wurde korrekt angezeigt, und alle getesteten Befehle funktionierten tadellos.

Fotos oder Videos, die entweder sofort oder zum Beispiel dann aufgenommen werden, wenn der Finder oder Dieb den Handy-Bildschirm berührt, werden von Cerberus automatisch an die angegebene E-Mailadresse des Besitzers gesandt. Als akkusparend erweist sich die App dadurch, dass sie nicht ständig im Hintergrund läuft, sondern nur dann, wenn sie aktiviert wird.

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Fazit

Cerberus Anti-Diebstahl bietet alles, was man von einer Diebstahlschutz-App erwarten kann und sogar noch etwas mehr. Alle getesteten Optionen funktionierten auf einem Samsung Nexus S hervorragend. Als besonders vorteilhaft erwies sich die Möglichkeit, Videos oder Fotos vom Entwender des Handys aufnehmen zu können.

Die Nachverfolgung des Handystandortes auf der Karte funktioniert natürlich nur, wenn WLAN oder GPS vor dem Verlust des Handys aktiviert waren oder vom Finder oder Dieb aktiviert werden – die Steuerung per SMS (und somit die ferngesteuerte Aktivierung von WLAN oder GPS) nur solange, wie sich irgendeine SIM-Karte im Handy befindet. Bei Handys mit Android 2.3.3 und vorangegangenen Versionen soll sich GPS angeblich automatisch während eines Ortungsversuches aktivieren.

Da es auch für den Laien bei den meisten Android-Geräten relativ leicht möglich ist, eine neue Rom auf das Device zu flashen, bietet auch der Deinstallationsschutz keine absolute Sicherheits-Garantie. So gilt also trotz aller App-Vorteile auch weiterhin: Immer gut auf den Androiden aufpassen!

Cerberus Anti-Diebstahl gibt es zum Download im Google Play Store. Die Android-App kann sieben Tage lang kostenlos getestet werden – eine lebenslange Lizenz bekommt man für 2,99 Euro. Nach Kauf der Lizenz darf die App auf bis zu fünf Geräten gleichzeitig genutzt werden.

Cerberus Anti-Diebstahl verlangt bei der Installation Zugriff auf:
 Kostenpflichtige Dienste:  SMS senden, Telefonnummern direkt anrufen
 Hardware Steuerelemente:  Bilder und Videos aufnehmen, Audio-Einstellungen ändern, Vibrationsalarm steuern
 Standort:  Ungefährer Standort (netzwerkbasiert) genauer Standort (GPS- und netzwerkbasiert)
 Nachrichten:  SMS empfangen, SMS oder MMS lesen
 Netzkommunikation:  Voller Netzwerkzugriff, Daten aus dem Internet abrufen, Netzwerkverbindungen anzeigen, WLAN- Verbindungen anzeigen
 Personenbezogene  Daten:  Kontakte lesen
 Telefonanrufe:  Telefonstatus und Identität abrufen, ausgehende Anrufe umleiten, Telefonstatus ändern
 Speicher:  Inhalt des USB-Speichers/ der SD-Karte ändern oder löschen
 System-Tools:  Systemeinstellungen/ Netzwerkkonnektivität ändern, WLAN-Verbindungen herstellen und trennen, Ruhezustand des Tablets/Telefons deaktivieren, über andere Apps ziehen, beim Start ausführen
 Standard:  Sicherheitseinstellungen für das System ändern, Anrufliste lesen, Zugriff auf geschützten Speicher testen