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Veröffentlicht am Deutsche Apps 2 Min. Lesezeit

Memory Booster

Wer sein Android-Phone mit immer neuen Apps vollstopft, kennt das Problem: Das System wird träge. Memory Booster verspricht, den vorhandenen Speicher zu optimieren. Dabei leistet die App nur wenig mehr als jeder andere hundsgewöhnliche Task Killer.

Funktionsumfang

Der Einsatz von Task Killern, mit denen sich im Hintergrund laufende Apps schließen lassen, ist bei Android-Geräten grundsätzlich umstritten. Android verfügt nämlich über eine intelligente Speicherverwaltung, das Betriebssystem verwaltet sich also selbst. Steht für den Start einer App nicht genug Arbeitsspeicher zur Verfügung, schließt es ein anderes, zum Beispiel lange nicht gebrauchtes Programm.

Frisst eine Anwendung jedoch überdurchschnittlich viele Rechenressourcen oder hängt sich gar auf, kann ein Task Killer gezielt aus der Patsche helfen. Auch Memory Booster verspricht, das System durch das Schließen nicht benötigter Apps effizienter zu machen. In Form von drei Reitern stehen folgende Programmbereiche zur Wahl:

  • Speicherstatus
  • Task Killer
  • Boost Log

Der Startbildschirm zeigt außerdem den aktuellen Speicherstatus an. Balkendiagramme illustrieren den aktuellen Ressourcenverbrauch. Ein Button am unteren Bildschirmrand ermöglicht mit einem Fingertipp einen Schnell-Boost.

Über das Einstellungsmenü können Zeitintervalle festgelegt werden, nach denen sich Memory Booster automatisch aktivieren soll. Alternativ lässt sich außerdem eine maximale Systemauslastung festlegen. Bei Erreichen des frei wählbaren Grenzwerts greift der Memory Booster dann automatisch ein.

Um Anwendungen vor dem Zugriff des Task Killers zu schützen, ist der Whitelist Manager implementiert. Befindet sich eine Anwendung auf der Whitelist, wird sie beim System-Boost nicht angetastet.

Bedienbarkeit

Memory Booster besticht durch eine klare und einfache Struktur. Ohne sich durch verschiedenen Menüs kämpfen zu müssen, präsentiert die App den aktuellen Speicherverbrauch direkt auf dem Startbildschirm. Die farbigen Diagramme sorgen für zusätzliche Übersichtlichkeit.

Bereits durchgeführte Boosts hält die App detailliert im Boost-Log fest. Der User kann sich also jederzeit einen Überblick darüber verschaffen, wann wieviel Speicher gewonnen wurde.

Fazit

Wie oben geschrieben: Weil Android die Speicherverwaltung selbst übernimmt, beschränkt sich der Nutzen von Task Killern auf wenige Gelegenheiten. Bei schlecht programmierten Apps, die sich aufhängen oder die CPU-Leistung in die Höhe treiben, können sie aber als praktische Reißleine dienen.

Memory Booster ist da dank seiner klaren Struktur sicherlich eine gute Wahl. Extra-Features wie der praktische Whitelist Manager machen die App zusätzlich attraktiv. Mit dem Advanced Task Killer gibt es allerdings auch eine gute kostenlose Alternative im Android Market.

Als Testgerät kam ein G1 zum Einsatz. Memory Booster kann zum Preis von 2,95 Euro bei PD Assi heruntergeladen werden.