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Veröffentlicht am Spiele · Features 2 Min. Lesezeit

Kamiko (Switch) im Test: Suchterzeugendes Zelda-Flair zum Schnäppchen-Preis

Zelda: Breath of the Wild ist der Systemseller schlechthin auf der Nintendo Switch. Wer genug von ausufernden Unternehmungen in Hyrule hat oder die „alten“ Zelda-Zeiten herbeisehnt, sollte einen Blick auf Kamiko werfen.

Kamiko wurde aus Redaktionsmitteln bezahlt.

Die Story? Vollkommen egal

Ein paar Jahrzehnte zurückgespult: Anno 1986 zog The Legend of Zelda Spieler auf dem NES in seinen Bann. Eine offene Welt, massig Gegner, einige clevere Rätsel – die Erfolgsformel verhalf zu Millionenverkäufen und legendären Nachfolgern. Die Story allerdings blieb auf der Strecke. Irgendwas mit einer gekidnappten Prinzessin, sinistren Mächten und einem Relikt (Triforce) war Motiv genug, sich im grünen Wams gekleidet zur Weltenrettung aufzumachen. Kamiko legt ähnlich „viel“ Wert auf eine Hintergrundgeschichte – weshalb sie zu vernachlässigen ist.

Egal, denn schon Sekunden nach den ersten Texttafeln findet sich der Spieler in einem mystischen Wald wieder, der aus der Top-Down-Perspektive erkundet wird. Gegner werden mit Schwert oder Jo-Jo (!) aus dem Weg geräumt, Schlüssel und Kristallkugeln durch die Gegend geschleppt und am Ende eines jeden Levels ein mal mehr, mal minder kniffliger Bossgegner bezwungen, um sodann ins nächste Level zu ziehen. Kamiko ist nicht kompliziert und eher ein Spielesnack für zwischendurch.

Nach nur drei weiteren Level ist das Spiel auch schon bewältigt – ein Blick auf die Stoppuhr verrät, dass wenig mehr als eine Dreiviertelstunde dafür notwendig ist. Dank dreier unterschiedlicher Heldinnen und einer (lokalen) Speedrun-Bestenliste ist der Wiederspielwert etwas höher, für einen echten Wettbewerb sollten die Leaderboards online verfügbar sein. Es bleibt zu hoffen, dass diese Funktion mit einem Update kommt.

Auch ein Lava-Level wird besucht – Kamiko erfüllt halt auch Genre-Klischees. (Bild: Skipmore)

Und damit wäre eigentlich schon alles zu Kamiko gesagt. Der charmante Retrostil ist niedlich, die Steuerung tadellos, der Chiptune-Soundtrack geht ins Ohr. Das passt.

Fazit: Kurz, knackig, günstig

5 Euro für 45 Minuten Spielzeit? Das klingt mehr nach Abzocke, als es tatsächlich ist. Das charmante Kamiko knüpft an die 2D-Tradition der Zelda-Reihe an und bietet ein nettes Hack’n’Slay für unterwegs. Es bedient also genau die Kategorie von Spielen, für die die Switch entworfen wurde. Mit drei Heldinnen und der lokalen Bestenliste wird der Wiederspielwert etwas erhöht, ein Vollwerttitel ist dennoch nicht zu erwarten. Dem entsprechend fällt auch die Wertung mit 6,5 von 10 Punkten vergleichsweise niedrig aus. Eine Kaufempfehlung kann dennoch ausgesprochen werden.

Kamiko ist exklusiv im Nintendo eShop erhältlich. Eine Android-Version ist nicht angekündigt.

Kamiko (Switch) im Test: Suchterzeugendes Zelda-Flair zum Schnäppchen-Preis

6.5

Spielkonzept

7/10

    Präsentation

    5/10

      Steuerung

      10/10

        Umfang

        4/10

          Pros

          • Charmante Retro-Optik
          • Inspiriert von alten 2D-Action-Adventure
          • Drei sehr unterschiedliche Heldinnen
          • Eingängiger Soundtrack
          • Extrem günstiger Preis

          Cons

          • Sehr kurz (45 min pro Spieldurchgang)
          • Technische Macken (sporadische Slowdowns)