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Android 15

Veröffentlicht am API-Level 35Codename Vanilla Ice Cream (intern)Status Sicherheitsupdates

Die wichtigsten Neuerungen in Android 15

  • Privater Bereich (Private Space) für sensible Apps mit eigener Sperre
  • Diebstahlschutz: Theft Detection Lock erkennt das Entreißen des Geräts
  • Teilweise Bildschirmaufnahme einzelner Apps
  • Bis zu 24 Stunden längere Standby-Zeit durch den Doze-Modus

Android 15 im Überblick

Android 15 erschien am 3. September 2024 im Quellcode und ab dem 15. Oktober 2024 für Pixel-Geräte – die späteste Auslieferung seit Jahren, weil Google den Pixel-9-Start abwartete. Die Version konzentriert sich auf Privatsphäre und Diebstahlschutz und bringt vergleichsweise wenig sichtbare Oberflächenänderungen.

Der Private Space ist ein separater, mit eigener PIN oder Fingerabdruck gesicherter Bereich für sensible Apps (Banking, Gesundheit, Dating), der sich komplett ausblenden lässt; Apps darin tauchen weder in Benachrichtigungen noch in der App-Liste auf, solange der Bereich gesperrt ist. Die Theft Detection Lock nutzt die Bewegungssensoren: Wird das Gerät aus der Hand gerissen und bewegt sich der Dieb schnell fort, sperrt sich der Bildschirm automatisch. Ergänzend gibt es die Offline-Sperre nach längerer Netztrennung und die Remote-Sperre per Telefonnummer über „Mein Gerät finden“.

Weitere Neuerungen: teilweise Bildschirmaufnahme einer einzelnen App, Satelliten-Messaging-Unterstützung im System, bis zu 24 Stunden längerer Standby durch den erweiterten Doze-Modus, App-Archivierung direkt im System und ein Schutz vor bösartigen Apps, die Einmalpasswörter aus Benachrichtigungen auslesen. Für Apps gilt ab Android 15 die Pflicht zur Edge-to-Edge-Darstellung, also zum Zeichnen unter Status- und Navigationsleiste.

Weniger sichtbar, aber für den Alltag relevant: Android 15 speichert App-Paare für den geteilten Bildschirm dauerhaft in der Taskleiste, zeigt bei Bluetooth-Audio an, welches Gerät gerade verbunden ist, und blockiert Screenshots für Apps, die es verlangen (etwa Banking). Die Unterstützung für Passkeys statt Passwörter wurde ins System vertieft, sodass Apps und Browser sie ohne eigene Lösung anbieten können.

Hintergrund: Technik und Umfeld von Android 15

Android 15 erschien zunächst als Quellcode im AOSP und erst einige Wochen später als Update für die Pixel-Reihe, ein Ablauf, der bis dahin umgekehrt war. Die auffälligste Neuerung ist der private Bereich: Ein zweiter, getrennt gesperrter Bereich für Apps, deren Benachrichtigungen und Daten im normalen Betrieb unsichtbar bleiben. Er richtet sich an Banking, Gesundheits- und Dating-Apps und ersetzt auf vielen Geräten die Herstellerlösungen wie Samsungs Sicheren Ordner.

Unter der Oberfläche unterstützt Android 15 erstmals eine Speicherseitengröße von 16 Kilobyte, was auf neueren Prozessoren spürbar schnellere App-Starts erlaubt, aber native Apps zur Neuübersetzung zwingt. Der Diebstahlschutz erkennt anhand der Bewegungssensoren, wenn ein Gerät aus der Hand gerissen wird, und sperrt den Bildschirm sofort; Google hat diesen Teil auch über die Play-Dienste an ältere Versionen ab Android 10 verteilt. Die Satellitenverbindung für Notfallnachrichten ist im System angelegt, hängt aber vom Modem und vom Mobilfunkanbieter ab.

Referenzgeräte sind die Pixel-Modelle ab Pixel 6, die Android 15 am 15. Oktober 2024 erhielten; die Pixel-9-Reihe vom August 2024 wurde noch mit Android 14 ausgeliefert und nachträglich aktualisiert. Samsung brachte die Version als One UI 7 erst Anfang 2025 auf die Galaxy-S25-Reihe und danach auf ältere Modelle, eine ungewöhnlich lange Verzögerung, die in den Foren des Jahres für Diskussionen sorgte. Wer ein Gerät der Jahre 2022 bis 2024 besitzt und kein Update auf Android 15 sieht, prüft zuerst die Update-Richtlinie des Herstellers für genau dieses Modell; viele Mittelklasse-Geräte erhalten die Version erst im Laufe des Jahres 2025 oder gar nicht mehr.

Einordnung: Release, Vorgänger, Nachfolger

Android 15 erschien am 3. September 2024 mit API-Level 35 und trug intern den Codenamen Vanilla Ice Cream. Der Vorgänger Android 14 lag 11 Monate zurück (API 34). Abgelöst wurde die Version nach 9 Monaten von Android 16 (10. Juni 2025, API 36). Status heute: Sicherheitsupdates. Android 15 wird von Googles monatlichen Sicherheitsbulletins abgedeckt; ob ein konkretes Gerät sie erhält, entscheidet die Update-Zusage des Herstellers. In der Reihe der hier dokumentierten Versionen steht Android 15 an 12. Stelle von 14 (KitKat = 1, Android 17 = 14).

Android 15 heute

Android 15 ist auf den meisten Geräten der Jahre 2022 bis 2024 die installierte Version. Die Diebstahlschutzfunktionen sind ab Werk aus und lohnen sich für jeden, der das Gerät unterwegs nutzt; der Private Space ersetzt viele Zusatz-Apps zum Verstecken von Anwendungen.

Häufige Fragen zu Android 15

Was ist der Private Space in Android 15?

Ein separater, eigens gesicherter Bereich für sensible Apps. Er hat ein eigenes Profil, eigene Benachrichtigungen und kann komplett ausgeblendet werden. Einrichtung unter Einstellungen → Sicherheit und Datenschutz → Privater Bereich.

Wie funktioniert der Diebstahlschutz von Android 15?

Drei Mechanismen: Die Theft Detection Lock erkennt per Sensorik das Entreißen und sperrt das Display; die Offline-Sperre greift nach längerer Trennung vom Netz; die Remote-Sperre über android.com/lock funktioniert mit der Telefonnummer. Alle drei müssen unter Einstellungen → Sicherheit → Diebstahlschutz aktiviert werden.

Warum kam Android 15 so spät auf die Pixel-Geräte?

Google veröffentlichte den Quellcode am 3. September 2024, hielt das Pixel-Update aber bis zum 15. Oktober zurück, um es mit dem Feature Drop für die Pixel-9-Reihe zu bündeln.

Bekommt mein Gerät noch Android 15?

Pixel ab der 6. Generation, Samsung Galaxy S21 und neuer, die meisten Galaxy-A-Modelle ab 2022 sowie aktuelle Geräte von Xiaomi, OnePlus, Motorola und Sony haben das Update erhalten. Ältere Geräte hängen an der Update-Zusage des Herstellers.