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Android 14

Veröffentlicht am API-Level 34Codename Upside Down Cake (intern)Status Sicherheitsupdates

Die wichtigsten Neuerungen in Android 14

  • Kein Installieren von Apps mehr, die auf Android 5.1 oder älter zielen
  • Anpassbarer Sperrbildschirm und generierte Hintergrundbilder
  • Health Connect als Systembestandteil
  • Größere Schrift bis 200 Prozent mit nichtlinearer Skalierung

Android 14 im Überblick

Android 14 erschien am 4. Oktober 2023 zusammen mit den Pixel-8-Geräten, für die Google erstmals sieben Jahre Updates zusagte – ein Versprechen, das Samsung ein Jahr später für seine Flaggschiffe übernahm. Die Version selbst ist ein Feinschliff-Release: Anpassung, Barrierefreiheit und Sicherheit stehen im Vordergrund.

Der Sperrbildschirm lässt sich mit verschiedenen Uhr-Stilen, Farben und Schnellzugriffen gestalten; KI-generierte Hintergrundbilder und Emoji-Wallpaper kamen zunächst für Pixel. Die Schriftgröße skaliert nichtlinear bis 200 Prozent, sodass große Schrift in Apps lesbar bleibt, ohne dass Überschriften den Bildschirm sprengen. Health Connect wurde Systembestandteil und dient als zentrale, lokal gespeicherte Schnittstelle für Gesundheitsdaten zwischen Fitness-Apps.

Sicherheitsseitig verweigert Android 14 die Installation von Apps, die auf Android 5.1 oder älter zielen – ein Riegel gegen alte Schadsoftware, die neuere Berechtigungsmodelle umgeht. Der Photo Picker aus Android 13 wird für alle Apps zum Standard, Apps müssen den Grund für den Zugriff auf den Standort im Hintergrund erklären, und der Datenschutz-Dashboard zeigt Datenweitergaben an Dritte an. Für große Displays kommen bessere Tablet-Layouts und ein Taskleisten-Verhalten, das den Weg zum Desktop-Modus von Android 16 vorbereitet.

Für Tablets und Faltgeräte legte Android 14 den Grundstein für den späteren Desktop-Modus: Apps im Querformat müssen sich seitdem an breite Displays anpassen, die Taskleiste bleibt dauerhaft eingeblendet, und Drag-and-drop zwischen zwei Apps funktioniert systemweit. Für Entwickler kam die Pflicht, Vordergrund-Dienste mit einem Typ zu deklarieren – ein Riegel gegen Apps, die unter dem Vorwand eines Downloads dauerhaft im Hintergrund laufen.

Hintergrund: Technik und Umfeld von Android 14

Mit Android 14 zog Google eine Grenze für alte Software: Apps, die auf Android 5.1 oder eine ältere Version zielen, lassen sich nicht mehr installieren, weil ihnen die Berechtigungsabfragen und Hintergrundregeln der neueren Versionen fehlen. Für die meisten Nutzer blieb das unbemerkt, für Bastler mit alten APK-Sammlungen war es der spürbarste Schnitt seit Jahren. Der Sperrbildschirm wurde zum ersten Mal seit Android 5 wieder frei gestaltbar, mit wählbaren Uhren, Kurzbefehlen und auf Pixel-Geräten generierten Hintergrundbildern.

Health Connect wanderte vom Play Store ins System und dient seither als gemeinsame Schnittstelle für Fitness- und Gesundheitsdaten verschiedener Apps. Die Schriftgröße lässt sich bis 200 Prozent skalieren, wobei bereits große Elemente weniger stark wachsen als kleine, damit Layouts nicht auseinanderfallen. Neu ist außerdem der Teilzugriff auf Fotos: Statt der ganzen Galerie darf eine App nur die ausgewählten Bilder sehen. Mit der Pixel-8-Reihe versprach Google erstmals sieben Jahre Updates, ein Maßstab, an dem sich seither auch andere Hersteller messen lassen.

Referenzgeräte sind Pixel 8 und Pixel 8 Pro, die am 4. Oktober 2023 mit Android 14 ab Werk erschienen; alle Pixel ab dem Pixel 4a (5G) erhielten das Update am selben Tag. Samsung folgte mit One UI 6 ab Ende Oktober 2023 zunächst für die Galaxy-S23-Reihe, deutlich schneller als in den Jahren zuvor. Für viele Mittelklasse-Geräte von 2020 und 2021 war Android 14 die letzte Hauptversion.

Einordnung: Release, Vorgänger, Nachfolger

Android 14 erschien am 4. Oktober 2023 mit API-Level 34 und trug intern den Codenamen Upside Down Cake. Der Vorgänger Android 13 lag 14 Monate zurück (API 33). Abgelöst wurde die Version nach 11 Monaten von Android 15 (3. September 2024, API 35). Status heute: Sicherheitsupdates. Android 14 wird von Googles monatlichen Sicherheitsbulletins abgedeckt; ob ein konkretes Gerät sie erhält, entscheidet die Update-Zusage des Herstellers. In der Reihe der hier dokumentierten Versionen steht Android 14 an 11. Stelle von 14 (KitKat = 1, Android 17 = 14).

Android 14 heute

Geräte, die mit Android 14 stehen bleiben, sind bis mindestens 2027 mit Sicherheitspatches versorgt, sofern der Hersteller seine Zusage hält. Die Version gilt als stabil und wird von allen aktuellen Apps unterstützt; für den Alltag fehlt gegenüber Android 15 und 16 vor allem der erweiterte Diebstahlschutz.

Häufige Fragen zu Android 14

Was ist neu in Android 14?

Anpassbarer Sperrbildschirm, Schrift bis 200 Prozent, Health Connect als Systembestandteil, Photo Picker als Standard für alle Apps, keine Installation von Apps für Android 5.1 oder älter, verbesserte Tablet-Layouts.

Welche Geräte haben Android 14 erhalten?

Pixel ab der 4a (5G), Samsung Galaxy S20 und neuer, Galaxy A ab 2021, sowie aktuelle Modelle von Xiaomi, OnePlus, Motorola, Sony und Nothing. Das Pixel 8 war das erste Gerät mit sieben Jahren Update-Zusage.

Warum lassen sich manche alte Apps unter Android 14 nicht mehr installieren?

Android 14 blockiert Apps, die auf API-Level 23 (Android 5.1) oder älter zielen. Solche Apps umgehen die Berechtigungsabfrage zur Laufzeit und sind ein bekanntes Einfallstor für Schadsoftware.

Was ist Health Connect?

Eine lokale Schnittstelle, über die Fitness- und Gesundheits-Apps Daten wie Schritte, Puls oder Schlaf austauschen. Die Daten bleiben auf dem Gerät; jede App braucht eine eigene Freigabe pro Datentyp.