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Android-Versionen

Alle Android-Versionen im Überblick – von KitKat bis Android 17

Erscheinungsdatum, API-Level, Codename und die Neuerungen jeder Version seit 2013. Dazu die Artikel, die zum jeweiligen Release erschienen sind.

Schematische Zeitleiste der Android-Versionen mit Stützzeiträumen

Warum die Versionsnummer weniger sagt, als sie scheint

Eine Android-Version beschreibt den Stand der Plattform, nicht den Zustand eines Geräts. Ob ein Telefon geschützt ist, entscheidet der Sicherheitspatch-Stand, und der wandert unabhängig von der Hauptversion weiter: Ein Gerät kann monatlich Patches bekommen und trotzdem auf einer älteren Hauptversion bleiben. Umgekehrt sagt ein Versionssprung nichts darüber, wie lange der Hersteller danach noch liefert. Beide Angaben stehen in den Systeminformationen nebeneinander, und beide gehören gelesen.

Seit Android 10 kommt ein dritter Kanal hinzu. Teile des Systems werden über das Google-Play-System-Update ausgeliefert und lassen sich damit auch dann aktualisieren, wenn der Hersteller keine vollständige Version mehr nachreicht. Das erklärt, warum ältere Geräte weiterhin Verbesserungen erhalten, ohne dass sich die große Zahl im Menü ändert – und warum die Liste unten Erscheinungsdatum, API-Level und Codenamen trennt statt sie zu einer Zahl zu verdichten.

Für Apps ist ohnehin das API-Level die maßgebliche Größe. Es legt fest, welche Schnittstellen eine Anwendung nutzen darf und welche Regeln für Berechtigungen, Speicherzugriff und Hintergrundausführung für sie gelten. Wer wissen will, warum eine Anleitung aus einem bestimmten Jahr heute nicht mehr passt, findet die Antwort meist in genau diesem Wert und nicht im Namen der Version.

Wie Android-Versionen gezählt werden

Bis Android 9 trug jede Hauptversion einen Dessert-Namen: KitKat, Lollipop, Marshmallow, Nougat, Oreo, Pie. Mit Android 10 hat Google die öffentlichen Namen aufgegeben; intern laufen die Releases weiter unter Süßigkeiten-Codenamen, nach außen zählt nur noch die Nummer. Für Apps ist nicht die Versionsnummer entscheidend, sondern das API-Level: Android 4.4 ist API 19, Android 17 ist API 37. Eine App, die ein Mindest-API-Level verlangt, läuft auf älteren Versionen nicht.

Wie lange eine Version Updates bekommt

Google liefert Sicherheitsupdates in der Regel für die drei bis vier jüngsten Hauptversionen. Ob ein konkretes Gerät sie erhält, entscheidet der Hersteller: Pixel-Geräte bekommen seit der 8. Generation sieben Jahre Updates, Samsung verspricht für aktuelle Galaxy-Modelle ebenfalls sieben Jahre, viele günstige Geräte erhalten zwei oder drei. Die Versionsverteilung im Markt hinkt deshalb immer hinterher – die Archiv-Artikel zur monatlichen Verteilung zeigen, wie langsam eine neue Version früher Fuß fasste.

Was sich zwischen den Versionen wirklich geändert hat

Versionsverteilung: Warum eine neue Version Jahre braucht

Google veröffentlicht eine neue Version zunächst für die eigenen Pixel-Geräte; andere Hersteller folgen zwischen wenigen Wochen (Samsung-Flaggschiffe) und einem Jahr (Mittelklasse anderer Marken) oder gar nicht. Deshalb erreichte eine neue Version historisch erst nach 12 bis 18 Monaten ein Viertel aller Geräte. Die monatlichen Verteilungszahlen, die Google bis 2018 veröffentlichte, sind im Archiv dokumentiert – von Gingerbread, das 2013 noch auf einem Drittel aller Geräte lief, bis Oreo, das ein Jahr nach Erscheinen bei 15 Prozent lag. Seit Project Treble (Android 8) und den Mainline-Modulen (Android 10) hat sich der Rückstand verkürzt, weil Sicherheitsupdates für Systembestandteile inzwischen über den Play Store kommen.

Drei Umbrüche prägen die Reihe: Lollipop brachte Material Design und die ART-Laufzeit, Marshmallow die Berechtigungsabfrage zur Laufzeit, Oreo mit Project Treble die Trennung von Herstelleranpassung und System, die schnellere Updates überhaupt erst möglich machte. Alles danach – Gestennavigation, Dunkelmodus, Material You, Private Space – baut auf diesen drei Fundamenten auf.

Versionen im Detail

Häufige Fragen

Welche Android-Version ist aktuell?

Android 17, veröffentlicht am 16. Juni 2026 (API-Level 37). Die Hauptversion erscheint im zweiten Quartal, eine kleinere Zwischenversion mit eigenem SDK im vierten Quartal.

Wie finde ich heraus, welche Android-Version mein Gerät hat?

Einstellungen → Über das Telefon → Android-Version (bei Samsung: Softwareinformationen). Dort steht auch das Datum des Android-Sicherheitspatches.

Was ist ein API-Level?

Die technische Versionsnummer, gegen die Apps entwickelt werden: Android 4.4 ist API 19, Android 17 ist API 37. Eine App mit einem Mindest-API-Level läuft auf älteren Versionen nicht.

Warum haben neue Android-Versionen keine Dessert-Namen mehr?

Google hat die öffentlichen Namen mit Android 10 (2019) aufgegeben, weil sie in vielen Sprachen nicht verständlich waren. Intern laufen die Releases weiter unter Süßigkeiten-Codenamen.