Die Custom-Rom-Special-Reihe geht in die nächste Runde. Dieser Artikel gibt einen Überblick über Paranoid Android, auch AOSPA genannt.
Mit ihrer ROM haben die Entwickler Henschel und Agudelo eine Lücke gefüllt, die von keinem anderen Entwicklerteam so ausgefüllt wird: Designorientierung.
Ziele
Auf der Fahne der Macher von Paranoid Android (AOSPA) steht, für das beste Android-Erlebnis zu sorgen. Ihre Distribution soll durch hochwertiges Design und Nuterzfreundlichkeit glänzen.
Geschichte
Die Entwicklung von AOSPA ist überschaubar. Die Gründer dieser Distribution heißen Paul Henschel und Jesús David Gulfo Agudelo. Sie arbeiten mit ca. 16 anderen Entwicklern, Designern und PR-Leuten zusammen.
Die ROM baut auf Googles AOSP auf und nutzt wie alle anderen Distributionen Code von anderen Projekten wie CyanogenMod.
Die Versionierung bei AOSPA folgt einem eigenen Schema. So lief Android 4.4 bei AOSPA unter v4.4 bis 4.6. Stabile Versionen werden recht selten veröffentlicht. So scheint die letzte als stabil deklarierte Version vom Juli 2014 zu sein. Im Download-Bereich wird in offizielle und “legacy”-Geräte differenziert. Ein Unterschied bei der Entwicklung ist nicht ersichtlich, es erschwert zusätzlich die Suche nach dem eigenen Gerät. So gehört das Samsung Galaxy S4 schon zum alten Eisen.
Besonderheiten
Wie bereits erwähnt, liegt der Fokus auf dem Design. Während die ROM selbst durch Minimalismus und Einfachheit glänzt, wird sie in Foren und auf der eigenen Webseite mit imposantem Design und kreativen Bildern vorgestellt.
Die Oberfläche wird durch einige Funktionen erweitert, die nicht in allen anderen ROMs zu finden sind. So bietet AOSPA einen sogenannten Immersive Mode, über den sich die Statuszeile global verstecken lässt, um den Apps mehr Platz zu bieten. Sie lässt sich jederzeit per Geste wieder hervorzaubern. Weiterhin ist ein flexiblerer Umgang mit Benachrichtigungen über Hover möglich. Eine Funktion, die auch bei anderen ROMs mittlerweile angekommen ist.
Die PIE Kontrolle, ebenfalls von anderen Distros bekannt, wird unterstützt, vor allem aber der schnelle Wechsel über den Quicklauncher.
Besonders interessant ist die Peek-Funktion. Sie ermöglicht es dem Nutzer bei eingehender Nachricht auf das gesperrte Smartphone, einen kurzen Blick auf die Nachricht zu erhaschen und so eine bessere Übersicht zu erhalten, ohne das Handy erst anschalten zu müssen.
Eine weitere visuelle Optimierung ist das sogenannte DSB (Dynamic System Bars). Wird diese Funktion aktiviert, so werden die Farben der gestarteten App angenommen; die Systemleiste hat also eine sich ändernde Farbgebung.
Natürlich werden auch viele bekannte Funktionen anderer ROMs unterstützt. So ist die CM-Theme-Engine eingebaut, um das gesamte Layout auf die eigenen Bedürfnissen anpassen zu können. Aber auch technische Erweiterung wie VPN oder der Privacy Guard zur Berechtiungskontrolle finden sich in dieser ROM.
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AOSPA Peek |
AOSPA Immersive Mode |
AOSPA Hover |
Statistik
- Nutzerzahlen: unbekannt
- Aktivität: Beta-Versionen werden in unregelmäßigen Abständen ca. einmal im Monat veröffentlicht, stabile Versionen in mehrmonatlichen Intervallen
- Verbreitung: offiziell werden 14 Geräte unterstützt plus 47 Geräte als legacy devices, also ältere Geräte
- Download: offiziell / legacy
Fazit
Screenshot der Homepage
AOSPA punktet vor allem bei Nutzerfreundlichkeit und Layout. Die Oberfläche ist sauber und die Präsentation der Distribution eine Augenweide. Technisch bietet die ROM ein paar Besonderheiten, die jedoch ebenfalls vor allem die Handhabung und das Aussehen betreffen.
Verwirrend ist die Unterscheidung zwischen neuen und alten Geräten, vor allem weil recht potente Smartphones trotzdem schnell als legacy device angegeben werden.
Weniger schön ist, dass es im Vergleich zur Konkurrenz recht selten Aktualisierungen und Fehlerbehebungen gibt. Im Gegenzug stellt sich natürlich die Frage, ob tägliche Updates, wie es bei anderen CustomROMs praktiziert wird, wirklich sinnvoll sind.
Quellen: Paranoid AndroidGoogle+
Bildinhaber: AOSPA
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