Virenscanner für Android können laut unabhängiger Tests mit einfachen Tricks umgangen werden.
Zehn Virenscanner wurden von den beiden Universitäten Northwestern University und North Carolina State University auf ihre Wirksamkeit getestet. Dabei kam heraus, dass diese allesamt sehr leicht unbrauchbar gemacht werden können. Bereits kleinste Änderungen an den infizierten Apps sorgen dafür, dass sie nicht mehr als schädlich erkannt werden.
Bei einigen der Virenscanner war es ausreichend, die APKs neu zu packen oder die Metadaten der infizierten App zu verändern. Die getesteten Virenscanner waren dabei keine No-Name-Produkte, sondern stammten von renommierten Anti-Viren-Spezialisten wie Kaspersky, AVG oder Trend Micro.
Der Test zeigte aber auch, dass sich die Hersteller verbessert haben. Gelang es 2012 noch fast jeder zweiten modifizierten App (46%), sich unerkannt zu installieren, so schafften es ein Jahr später nur noch 16%. Immer noch zu viel, wenn man sich auf den Schutz verlässt.
Die größte Sicherheit bietet immer noch die Installation von Apps aus dem Google Play Store, allerdings wurden auch hier in der Vergangenheit öfter Malware-verseuchte Apps entdeckt. Nach der Entdeckung dauert es zwar nicht lange, bis die Apps entfernt werden, allerdings kann es für Betroffene dann schon zu spät sein. Drittanbieter-App-Stores oder der Download von Webseiten, bergen immer noch die größte Gefahr.
Die gesamte Untersuchung der beiden Universitäten kann man sich als PDF herunterladen. Nutzt Ihr einen Virenscanner auf Eurem Android-Smartphone? Hat er Euch schon einmal vor der Installation von Malware bewahrt? Oder setzt Ihr doch lieber auf den gesunden Menschenverstand und installiert nur vermeintlich sichere Apps? (via)