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Veröffentlicht am Android-Themen · Geräte-Tests 3 Min. Lesezeit

1A-Weihnachtsgeschenk im Test: Der BeeWi Mini Cooper S mit Android-Fernsteuerung

Es gibt Dinge, die man nicht braucht, aber sie unbedingt dennoch unbedingt haben muss. Hierzu zählt auch der kleine Flitzer von BeeWi, der sich per Android-Smartphone druch die Wohnung jagen lässt. Es gibt kaum eine coolere Ausrede für die Anschaffung eines ferngesteuerten Autos.

Oftmals findet man Smartphone kontrollierte Fahrzeuge mit einem Fernsteuerungsaufsatz in Form eines Infrarot-Senders, der an die Kopfhörerbuchse des Smartphones angesteckt wird. Das ist zwar auch ganz nett, die Nutzung direkt mit den auf dem Smartphone befindlichen Bordmitteln ist aber noch einmal eine ganz andere Liga. Der Mini Coooper S von BeeWi hat eine Bluetooth-Schnittstelle, über die er mit dem Smartphone kommuniziert. Als Fernsteuerung dient eine App, die kostenlos aus dem Google Play Store geladen werden kann.

Da es sich um eine Bluetooth-Verbindung handelt, müssen die beiden Geräte natürlich gepaart werden. Dies erfolgt innerhalb der App und könnte nicht unstressiger sein. Das Fahrzeug wird automatisch gefunden, man muss es nur noch auswählen. Ist diese (niedrige) Hürde gemeistert, kann es los gehen.

BeeWi Mini Cooper S Front

Die Fernsteuerungs-App erlaubt das Steuern in alle Richtungen, also vor/zurück und rechts/links. Hierfür stehen zwei Varianten zur Verfügung. Entweder man nutzt die Fernbedienung klassisch per Touch oder man ist mutig genug und probiert die Steuerung über die Neigungssensoren aus. Für die zweite Variante sollte man jedoch genug Platz zur Verfügung haben. Da der Mini Cooper S sehr flott unterwegs ist, kommt es durch eine falsche Smartphonebewegung schnell zu einem Crash. Mit etwas Übung lässt sich diese Steuerungs-Option aber auch sehr gut nutzen.

Verliert man doch einmal die Kontrolle über den Wagen, ist das nicht weiter tragisch. Er ist sehr robust gebaut und verkraftet es auch einmal, wenn er gegen die Wand gefahren wird. Generell sollte man das Fahrzeug aber wohl nur in der Wohnung verwenden, da weder Reifen, noch Bodenfreiheit für einen Außeneinsatz geeignet sind. Im Wohnzimmer gilt: Je glatter der Boden, desto größer der Spaß!

Vollgas oder Stillstand sind die einzigen Geschwindigkeiten, die der BeeWi Mini Cooper S kennt. Ebenso verhält es sich mit der Lenkung. Entweder geradeaus oder enge Kurve. Wer mit einem Parkettboden gesegnet ist, kann sich auf fette Powerslides freuen. Hier merkt man auch, wie gut die Steuerung tatsächlich ist. Es ist in der Tat möglich, gezielt durch Tisch- und Stuhlbeine zu sliden. Auch dies erfordert natürlich etwas Übung, macht aber unglaublich Spaß. Auf Teppich zeigt sich die volle Geschwindigkeit des Mini Cooper S, dank des besseren Grip kann man hier aber keine Driftsessions mehr veranstalten.

Die Stromzufuhr erfolgt über handelsübliche AA-Batterien, natürlich können auch Akkus genutzt werden. Eine Ladung hält mehr als eine Stunde Fahrzeit, man ist also nicht ständig mit einem Batteriewechsel beschäftigt, sondern kann auch längere Fahrsessions absolvieren.

BeeWi Mini Cooper S mit App

Das robuste Chassis des Wagens ist aus einem Stück. Der Kunststoff macht einen hochwertigen Eindruck und vermittelt nicht das Gefühl, dass er leicht bricht. Die Vorderachse lässt sich manuell justieren, sollte das Fahrzeug nicht geradeaus fahren. Der Mini Cooper S kommt im Maßstab 1:20 und misst somit in der Länge knapp 20 cm.

Im Lieferumfang sind der Mini Cooper S, eine Kurzanleitung und eine CD mit einer Anleitung enthalten. Die Batterien, die benötigt werden, sind nicht dabei. Die dazugehörige App gibt es im Google Play Store oder ebenfalls auf der CD.

Den Beewi Mini Cooper S gibt es für rund 30 Euro bei Amazon. Das ist ca. die Hälfte der unverbindlichen Preisempfehlung und hinsichtlich der Verarbeitung und des Lieferumfangs ein angemessener Preis. Ob man tatsächlich knapp 60 Euro dafür ausgeben sollte? Wohl eher nicht, dafür ist der Gesamteindruck nicht hochwertig genug. Für 30 Euro geht das aber völlig in Ordnung.

Insgesamt macht es sehr viel Spaß mit dem Mini-Flitzer durch das Wohnzimmer zu düsen. Da man kaum etwas kaputt machen kann, eignet sich das ferngesteuerte Fahrzeug auch für Kinder. Eigentlich gibt es gar keine Altersgrenze für so geekiges Spielzeug. Das macht mit 50 noch genauso viel Spaß wie mit fünf. Wer so ein Teil zu Weihnachten verschenkt, wird sicher der Held des Abends.

Das Testgerät gibt es ab morgen zu gewinnen. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk benötigt…