Advent, Advent, das Smartphone brennt. Noch gut 9 Tage, dann ist auch schon Weihnachten. Gestern wurde noch über Hoppenstedts Weihnachten gelacht oder der Kopf über Ekel Alfreds rückwärtige Gesinnung geschüttelt. Nun aber wird es praktisch…
Denn: Es wird vermutet, dass nicht wenige Nutzer ein Smartphone und/oder Tablet geschenkt bekommen bzw. dieses verschenken wollen. Mit der Anschaffung eines solchen Geräts allein ist es aber nicht getan. Nicht minder wichtig ist das Zubehör, welches den Devices nicht beiliegt. Und hier wird gern das Nützliche mit dem Unnützen vermengt. Deshalb folgen einige Tipps…
1. Folien!
Das nützlichste Zubehör: Display-Schutzfolie. (Bild: Amazon)
Gorilla Glass mag eine schöne Sache sein, macht es doch den Touchscreen um einiges kratzunempfindlicher. Dennoch bedeutet eine Gorilla-Glass-Beschichtung nicht automatisch, dass für alle Ewigkeiten die spiegelglatte Oberfläche erhalten bleibt. Wäre das aber nicht ein Garantiegrund? Nein. Denn der Touchscreen kann bei unsachgemäßer Behandlung oder Benutzung durchaus Kratzer zeigen, die von der Garantie nicht abgedeckt werden. Um das Display zu schützen, führen fast alle größeren und kleineren Elektronikmärkte Schutzfolien in ihrem Sortiment, die auf die prominentesten Modelle zugeschnitten sind. Faustregel: Eine Folie sollte mindestens um die fünf Euro kosten. Für weniger Geld erhaltet ihr oft nur minderwertige Ware, die bei Kratzern oder Schnitten alles ans Display “weiterleitet”.
Und dann wären da noch andere Unterschiede: Die meisten Displayschutzfolien reflektieren stark und zeigen auch jeden Fingerabdruck. Das kann nerven. Gute Erfahrungen wurden dahingehend beim Elektronikspezialisten Conrad gemacht, der auch Antireflex- oder Privacy-Folien verkauft. Letztere machen es dem Nebenmann unmöglich, auch einen Blick auf den Bildschirm zu erhaschen.
Noch ein Praxistipop: Nehmt euch Zeit zum Aufbringen der Folie. Die blasen- und staubfrei aufzubringen, verlangt keine komplettierte Handwerkerlehre von euch ab. Sorgt nur für ein fett- und staubfreies Display, zieht die Folie von einer Seite auf die andere und dann solltet die Folie wie eine zweite Haut über dem Display liegen.
2. Taschen und Cases
Pfoten weg! Eine Brieftaschen-Smartphone-Kombi mag nützlich sein, ist aber ein Zeil für Taschendiebe. (Bild: http://www.hokkohshop.com/)
Ist der Bildschirm gut geschützt, solltet ihr die nächste Schwachstelle eures Geräts absichern: das Gehäuse. Selbstredend werden hier wieder zig unterschiedliche Möglichkeiten angeboten – von feschen, labbrigen Taschen über Hartverschalungen bis zu eleganten Portmonee-Lösungen ist so ziemlich alles dabei. Fragt euch deshalb zunächst, wofür ihr eine solche Tasche oder ein Case braucht. Vieltelefonierer sind mit einer festen Ummantelung der Seitenwände und Rückseite bestens beraten, diese gibt es schon für unter 10 Euronen im Handel. Taschen sehen cooler aus und machen sich gut, wenn das Gerät in der Jackentasche oder dem Rucksack verstaut werden soll. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, Motive, Farben und Fertigungsvarianten gibt es in zig Versionen und Modellen, meist dem derzeitigen Modetrend angebiedert. Und weil es so schön praktisch ist – für Hersteller – Einheitstaschen für 7-, 8- oder 9-Zoll-Tablets (oder die Äquivalente bei Smartphones) anzubieten, wird von diesen abgeraten. Jedes Gerät hat leicht andere Abmaße, selbst bei identischer Displaydiagonale. Doch der sichere, feste Sitz ist Voraussetzung dafür, dass das Gerät keinen Schaden nimmt.
Ebenso wird davon abgeraten, eine Smartphonetasche zu kaufen, die zugleich Portmonee ist. Denn stibitzt ein Langfinger die Börse, sind nicht nur Karten, Bargeld, Ausweise oder das Smartphone weg, sondern alles. Sieht also edel aus, bringt es aber nicht.
3. Speicherkarten
Hersteller von Android-Devices sparen sehr gerne beim internen Speicher. Da gehen ein paar Anwendungen drauf – das neue U2-Album – und schon ist das Telefon voll. Fast alle Smartphones und Tablets lassen sich mittels microSD-Karte um ein Vielfaches der internen Speicherkapazität upgraden. Und die kleinen Speicherchips sind derzeit äußerst günstig. 15 Euro kosten 32 GB – Schnäppchen. Unterstützt das Gerät App2SD, können Android-Anwendungen auch direkt auf die Karte geschrieben werden – praktisch, um den flotteren internen Speicher frei zu halten, etwa für Apps, auf die oft zugegriffen wird, oder wichtige Dokumente. Ob euer Gerät diese Funktion supportet, verrät das Datenblatt des Herstellers.
4. Touchpen
Zugegeben: Die Bedienung eines Touchscreens über Daumen und Finger ist intuitiv und bequem. Aber nicht immer, und viele ältere Menschen kommen mit der Gestensteuerung nicht klar. Eine Alternative sind Touchpens, die äußerlich normalen Stiften oder Kugelschreibern ähneln, aber sie verfügen im Gegensatz zu diesen Schreibutensilien eine weiche Spitze, die über das Display geführt wird. Bei Devices mit Handschriftenerkennung bringen es diese elektronischen Stifte, auf Smartphones kann es hingegen etwas fummelig sein, da die meisten Stifte Kugelschreibergröße haben. Aber: Auch hier bieten zahlreiche Hersteller unterschiedlichste Größen und Ausführungen an – im Mittel kosten die EIngabegeräte 20 Euro. Auf Schnulli wie Bluetooth-Koppelung oder dergleichen kann getrost verzichtet werden, meist ersetzen die Knöpfe nur die Wippe am Android-Device.
Bereits geöffnete Adventstürchen:
1. Türchen: Hitalbum gratis, günstiges Tablet und gefräßige Tiere
2. Türchen: Tablet-Kinderfreuden, bescheidene Bundles und das schlimmste Musik-Cover
3. Türchen: Edle Smartphones, getrackter Santra und verrückte Hühner
4. Türchen: Günstiges Sonys Xperia Z1 Compact, Xbox One und feiernde Hasenbraten
5. Türchen: Katzen in Weihnachtsstimmung, Cat-Schnäppchen und ein TV-Theme-Medley
6. Türchen: Windows 93! Zelda, Mario! Und der härteste Soldat der Welt!
7. Türchen: Special – Seniorenhandys mit Android
8. Türchen: WTF?! Star Wars und Weihnachten?
9. Türchen: Familienpanik unterm Weihnachtsbaum – ein Ratgeber
10. Türchen: Last-Christmas-Terror und die Sache mit der Toleranz
11. Türchen: Großes Weihnachtskino für alle
12. Türchen: Wo bleiben die Schnäppchen?
13. Türchen: Märchenstunde!
14. Türchen: Lachen mit Hoppenstedts, Ekel Alfred und Co.