Weihnachten ist ein besinnliches Fest – und sollte eigentlich auch dafür genutzt werden, in sich zu kehren, mit der Familie das pure Beieinandersein zu feiern und sich zu erholen. Stattdessen: Ellenlange Wunschlisten, Stressshopping, Glühwein, volle Weihnachtsmärkte… alles kurz vorm Nervenzusammenbruch.
Dreimal der Weihnachtsmann mit Tim Allen – Kommerz statt echter Botschaft. (Quelle: imdb.com)
Seltsame Blüten, oder? Weihnachten wird durchkommerzialisiert, dass es pervers ist. Eine Statistik beispielsweise besagt, dass die höchste Selbstmordrate als auch die ebenfalls hohe Quote jener, die depressiv sind, in das zweite Drittel des Novembermonats sprunghaft ansteigt. Der Grund ist simpel: Die Weihnachtswerbung wird ausgerollt, überall nur perfekte Familien, Geschenke und Geschichten. Dem gegenüber steht die knallharte Realität einer komplizierten und sehr kalten Welt, in der Perfektion eine ferne Utopie ist. Und in der Menschen viel zu oft unter sich und doch allein sind. Wieso also das ganze Zugeballer mit dieser Art der Werbung?
Nun, weil die gewohnten und erfolgreichen Marketingmechanismen die Weihnachtszeit beherrschen und beste Umsätze garantieren. So einfach. Und wenn eingangs von “seltsamen Blüten” geschrieben wurde, meint das nicht nur das Geschäft der Einzelhändler oder Dienstleister wie Restaurantbetreiber. Nein, selbst die Filmindustrie ballert aus allen Rohren, egal ob auf der Leinwand oder der heimischen Mattscheibe. Hier eine Weihnachtsschmonzette, dort ein X-Mas-Drama und dann wieder eine jener Geschichten, in denen Santa sich seiner Sache nicht mehr so sicher ist und am Ende doch wieder Geschenke ausliefert. So weit, so bekannt und langweilig. Richtig obskur wird es aber, wenn selbst Filmfranchises, die mit Weihnachten so überhaupt nichts zu tun haben, zu heimeligen Winterwelt-Wunderzauber-Streifen umgemodelt werden. So passiert in den 1970ern mit der damals noch jungen Star Wars-Reihe. 15 Minuten des puren Grauens sind im Video zu erleben:
Das Special wurde 1978 (also ein Jahr nach dem ersten Film) eigens für den amerikanischen TV-Markt gedreht und erreichte gut 18 Millionen Zuschauer. Ausgestrahlt wurde das Special dennoch nur ein einziges Mal. Während die Ewoks-Filme mit den knuddeligen Pelzwesen aus Episode 6 – Die Rückkehr der Jedi-Ritter noch so etwas wie Daseinsberechtigung besitzen und die Zeichentrickserie Freunde im All (Original: Star Wars – Droids) fast schon kultig ist, ist das doch eher etwas für die Tonne. Viele solcher Filme oder Weihnachtsanbiederungen sind dieser Tage zu entdecken, wenn man durch die Straßen läuft. Aber ist das Weihnachten? Hat dies etwas mit dem Sinn des Festes zu tun? Dies wird bezweifelt.
Bereits geöffnete Adventstürchen:
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5. Türchen: Katzen in Weihnachtsstimmung, Cat-Schnäppchen und ein TV-Theme-Medley
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Aufmacher: toptenzpictures.com