Samsungs neustes Flaggschiff, das Samsung Galaxy S6 Edge, hat im Vergleich zu seinen Vorgängern in Sachen Qualität eine ordentliche Schippe drauf gelegt. Was das Smartphone unter der Haube hat und was es mit dem namensgebenden abgerundeten Display auf sich hat, ist im Praxistest zu erfahren.
Design und Verarbeitung
Nachdem erst kürzlich in einem Test zum Galaxy S6 alles über die „gewöhnliche“ Variante von Samsungs neuem Flaggschiff-Pärchen berichtet hat, folgt nun auch die Analyse des gebogenen Pendants. In Hinblick auf die Verarbeitung seiner Geräte scheint Samsung erstmals die Kritik an den unschönen, jedoch bislang verbauten Policarbonat-Covern der Vorgängermodelle wahrgenommen zu haben – Statt in Kunststoff ist das Galaxy S6 Edge vorder-, als auch rückseitig in Gorilla Glass 4 gehüllt, was dem Premium-Smartphone endlich auch eine Premium-Optik beschert. An seinen Rändern werden die Glascovers durch eine abgerundeten Aluminiumrahmen gesäumt, der das Gerät auf seine schmalen 142.1 x 70.1 x 7.0 Millimeter begrenzt. Zu Gunsten des Empfangs ist die Alueinfassung an Ober- und Unterseite durch je zwei Plastikeinsätze unterbrochen. Mit seinen knapp 132 Gramm, die das Galaxy S6 Edge auf die Waage bringt, ist es zudem ein echtes Fliegengewicht. Die auffälligste Neuerung ist aber weder die Glasfassade, noch die Leichtmetall-Einfassung – Das zu beiden Längsseiten abgerundete Display macht das High-Tech-Smartphone zur Designikone.
Wenn man es so betrachtet, das Galaxy S6 Edge, dann kommt man um die optischen Gemeinsamkeiten mit Apples Konkurrenzmodell iPhone 6 nicht Drumherum. Die Design-Orientierung am Gegenspieler beschert dem Samsung-Boliden allerdings einige Abstriche in Sachen Haptik. Besonders die Übergänge, an denen das beidseitig gewölbte 5,1 Zoll (12,92 Zentimeter) Display auf den schmalen Aluminiumrahmen trifft, fühlen sich ungemein scharfkantig an. Zudem gleitet das Gerät ziemlich leicht aus der Hand – Bei einem 800 Euro plus Smartphone führt das schnell zum Desaster. Dafür hat das Device nicht dagegen, hin und wieder kräftig angepackt zu werden: Die hochwertige Verarbeitung erlaubt auch etwas gröberen Umgang ohne sofort dicke Kratzer zu riskieren. Das ist jedoch nicht der einzige Abstrich, den das Galaxy S6 Edge zugunsten des Designs hinnehmen muss: Das Backcover lässt sich, dank Gorilla Glass 4 nicht mehr abnehmen, was auch den 2.600 mAh-Akku fest in sein Gehäuse sperrt. Tatsache ist auch, dass das neue, schicke Gehäuse nicht mehr wasserdicht ist.
Einer der schwerwiegenderen Abstriche, den die Nutzer bitter hinnehmen müssen ist, dass Samsung beim Galaxy S6 Edge im Gegensatz zum Vorjahresmodell auf einen MicroSD-Erweiterungsmöglichkeit verzichtet. Folglich ist die einzige Stelle die Zugang zum „Inneren“ des Gerätes bietet der oberseitig angebrachte SLOT für die NanoSIM. Daneben ist neben einer Infrarotschnittstelle, die die Benutzung des Galaxy S6 Edge als Fernbedienung ermöglicht, ein Mikrofon zur Reduzierung der Umgebungsgeräusche angebracht. Auf der rechten Seite des schmalen Alurahmens befindet sich die Ein-/Aus-/Sperrtaste, ebenfalls aus Aluminium. Die gegenüberliegende Seite beherbergt zwei separate, also nicht miteinander verbundene, Metall-Taster zum Regeln der Lautstärke. Alle in den Rahmen eingefassten Schalter lassen sich sowohl für Rechts-, als auch für Linkshänder bequem erreichen und bedienen. An der Unterseite der Alueinfassung befindet sich der 3,5 Millimeter Klinkenanschluss zur Benutzung von Headsets oder Kopfhörern, eine MicroUSB-Anschluss sowie das Hauptmikrofon und die Medienlautsprecher. Der hat für seine Größe einen verhältnismäßig vollen Klang und ist durchaus in der Lage einige unerwünschte Nebengeräusche zu übertönen.
Unterhalb des gebogenen Displays prangt der Home-Button des Galaxy S6 Edge, der sich weder optisch noch in Hinblick auf den integrierten Fingerabdrucksensor vom Vorgängermodell unterscheidet. Daneben sitzen die beiden altbekannten Sensortasten, die die Zurück-Funktion beziehungsweise den Task-Manager bergen. Oberhalb des Screens befindet sich der Hörer für Telefongespräche, rechts daneben die kompakte Frontkamera, links eine Notification-LED, ein Licht-, sowie ein Annäherungs-Sensor. Auf der gläsernen Rückseite befindet sich neben der herausstehenden Hauptkamera –eine fragwürde Designentscheidung- der schon im Vorjahresmodell verbaute Pulsmesser.
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