Bei seinem neuen Flaggschiff hat Samsung nicht nur in Sachen Cover ordentlich an der Qualitäts-Schraube gedreht. Was das Galaxy S6 an Neuheiten gegenüber seinem Vorgänger bringt, ist im Praxistest nachzulesen.
Design und Verarbeitung
Für den Test lag die „normale“ Ausführung des Galaxy S6 vor, also nicht die Edge-Variante mit gebogenen Displayrändern – die Edge-Variante wird Patrick in Kürze in einem weiteren Test vorstellen. Beim S6 scheint sich Samsung die Nörgeleien seiner Kundschaft bezüglich des weniger ansehnlichen Policarbonat-Covers der Vorgängermodelle zu Herzen genommen haben und kleidet den Neuling sowohl auf der Front als auch auf der Rückseite in einem Schutzmantel aus Gorilla Glass 4. Rund um das 143.4 x 70.5 x 6.8 Millimeter schlanke und 138 Gramm leichte Gerät zieht sich ein abgerundeter Alurahmen, der zu Gunsten des Empfanges durch kleine Plastikeinsätze unterbrochen ist. Dadurch sieht der Samsung-Bolide wirklich edel aus, gleitet dafür allerdings ziemlich schnell aus der Hand.
Haptisch fielen am Testgerät die etwas zu scharfen Kanten an jener Stelle auf, an denen der Metallrahmen auf das Gorilla Glass der Rückseite trifft. Schmuck wirkt es aber zweifelsohne, das S6, wenngleich dessen Designer vermutlich ein wenig dem flotten Outfit des iPhone 6 verfallen sind. Der Eindruck entsteht unter anderem durch das zu den Seiten hin leicht gewölbte 5,1 Zoll (12,92 cm) Display und die ebenso gestaltete Glasabdeckung der Rückseite. Das Backcover ist, und das ist neu bei den Top-Galaxy Modellen, nicht abnehmbar. Der 2.550 mAh-Akku ist also fest im Gehäuse verbaut, was nicht jedem Nutzer schmecken wird, ebenso wie die Tatsache, dass das Gehäuse des S6 nicht wasserdicht ist.
Ebenso verzichtet Samsung beim S6, im Gegensatz zum Vorgängermodell, auf einen Herzfrequenzsensor und eine MicroSD-Erweiterungsmöglichkeit. Dementsprechend findet man im Metallrahmen auch nur einen einzelnen durch eine Klammer zu öffnenden Kartenslot für eine NanoSim. Auf der rechten Außenseite befindet sich außerdem eine Ein-/Aus-/Sperrtaste aus Metall. Die Lautstärke lässt sich nicht über eine Wippe, sondern über zwei einzelne Metall-Drücker auf der linken Außenseite hoch- oder runterregeln. Die Unterkante des Handys beherbergt den 3,5 mm Klinkenanschluss für das Headset, einen MicroUSB-Anschluss, das Mikrofon sowie den Medienlautsprecher. Dieser gibt Musik laut und voll wieder, kommt qualitativ jedoch nicht an die Stereo-Speaker von HTC One und Co. heran. Ein weiteres Mikrofon zum Filtern von Umgebungsgeräuschen sowie die Infrarot-Schnittstelle sind an der Oberkante angebracht.
Unter dem Screen sitzt die obligatorische physische Hometaste mit integriertem Fingerabdrucksensor inmitten zweier beleuchteter Sensortasten für den Taskmanager und die Zurück-Funktion. Der Hörer verbirgt sich unter einem silbernen Gitter über dem Screen, rechts daneben die Linse der Frontkamera, links daneben eine mehrfarbige Notification-LED sowie die Licht- und Näherungs-Sensoren. Kräftiges Zupacken steckt das Device ohne Knarzer weg, und auch die Tasten wirken allesamt sehr hochwertig und verfügen über guten Druckpunkt.
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