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Veröffentlicht am Android-Themen · Die Besten Android Apps Fur · Special 5 Min. Lesezeit

Special: Datenaustausch zwischen Geräten, ein Update

Der Austausch großer Daten zwischen mobilen Geräten sollte heuer eine Selbstverständlichkeit sein, schließlich sind Smartphones und Tablets aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch fehlt eine Standleitung ins Internet oder soll es unkomplizierter gehen, so stehen Nutzer vor Hürden, die unüberwindbar scheinen. Zeit, dass sich des Themas Datenaustausch einmal mehr angenommen wird…

Die Situation ist aus Kundensicht nicht optimal, Apple und Google! Es wird ein Kleinkrieg um Software-Patente geführt und versucht, die Nutzer von der jeweils anderen Plattform zu überzeugen. Kommt es aber dazu, dass zwei unterschiedliche Systeme temporär miteinander gekoppelt werden sollen, so scheint das Wohl der Kunden keine Rolle zu spielen. Ärgerlich.

Immerhin gibt es einen Quasi-Standard für den Datenaustausch: Bluetooth. Die Funkschnittstelle ist seit Jahren dafür geeignet, zwischen unterschiedlichen Plattformen Daten via Funk auszutauschen – und das ganz ohne Internetverbindung. Praktisch jedes Smartphone verfügt über ein Bluetooth-Modul, die Nachteile der veralteten Technik überwiegen aber die wenigen positiven Punkte. Größere Daten über Bluetooth zu versenden ist eine Pein, nicht nur, weil der Austausch schleppend vonstatten geht, sondern ebenso, weil die Verbindung gerne einmal abbricht.

Mit Wi-Fi Direct steht auf iOS und Android ein nächster Quasi-Standard in den Startlöchern, welcher theoretisch die volle Bandbreite gängiger WLAN-Module ausschöpfen könnte. Dass sich Wi-Fi Direct bislang nicht durchsetzte, liegt an zwei Aspekten: Zum einen können Apple-Nutzer nicht auf die Verzeichnisstruktur ihres iPhones zugreifen, was den Zugriff einer Anwendung auf die zu übertragenden Daten erschwert. Zum anderen müssen Android-Geräte von der Wi-Fi-Alliance zertifziert werden, um das Protokoll nutzen zu dürfen. Ob ein Gerät für WiFi-Direct zugelassen ist, lässt sich auf dieser Seite prüfen, indem nach Eingabe des Gerätenamens der Filter auf „Wi-Fi Direct“ gesetzt wird. Hardwareseitig sollte nun eine entsprechende Ausstattung vorhanden sein, sodass sich den Apps gewidmet werden kann.

Shoot – Datenaustausch aus dem Bittorrent-Universum

Mit Shoot (Artikel) lassen sich ohne Standleitung ins mobile Internet unter Freunden, auch jenen mit iOS-Geräten, Fotos und Videos austauschen – und dies sogar mit mehreren simultan. Die Funktionen entsprechen denen der damals vorgestellten App Shoutr, nur dass diese nicht aus seiner Beta-Phase herausgewachsen ist. Für den direkten Datenaustausch bietet sich als Alternative auch noch Xender an, die ebenfalls Fotos übermitteln kann, ohne eine Internetverbindung zu benötigen.

Eine weitere interessante neue Idee zum Austausch von Bildern mit Unterstützung von iOS ist Crossroad. Mit ihr können sich Nutzer in Gruppen zusammentun und alle Fotos zu einem Event teilen.
Kein Betteln um die Fotos der Freunde mehr, keine Probleme mehr mit den vielen unterschiedlichen Methoden zur Datenübertragung: „Ich zippe meine Fotos und stelle sie bei Google Drive rein.“ – „Ich teile einfach meinen Ordner bei Dropbox, okay?“. Die meisten negativen App-Bewertungen beziehen sich auf den Zwang, nur mit einem Facebook-Konto Zugriff auf die Funktionen zu erhalten. Das soll sich aber bald ändern. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass alle Fotos (nach Herstellen einer Standleitung ins Netz) auf dem Server der Betreiber landen, also eine Datenverbindung benötigt wird.

Befinden sich Nutzer mit ihren iOS-Freunden in einem gemeinsamen Netzwerk, so bieten sich weitere Apps zum direkten Austausch an. Die bekannteste ist hier weiterhin InstaShare, einer leicht zu handhabenden One-Click-App.

Die Zukunft des Datenaustausches könnte interessant werden, da Google die Nearby API (Artikel) eingearbeitet hat, welche die Kommunikation zwischen Endgeräten auch ohne mobile Datenverbindung gewährleistet – plattformübergreifend auch mit iOS-Nutzern. Hier befindet sich die Entwicklung aber noch ganz am Anfang, und es ist unklar, ob es nur um Kommunikation oder auch um das Verschicken von Daten geht.

Auch bei dem Austausch zwischen Desktop-Rechnern und Android-Geräten hat sich etwas getan. Es wird davon ausgegangen, dass beide Geräte im gleichen WLAN verbunden sind, denn dann lässt sich die neueste App von den Pushbullet-Machern namens Portal (Artikel) nutzen. Über einen QR-Code auf einer Webseite lässt sich, genau wie bei WhatsApp, das Gerät mit dem PC verbinden und System-unabhängig Daten auf das Smartphone schieben. Nachteil: Das funktioniert nur in eine Richtung und ist in der Handhabung nicht optimal, da immer über den Browser gegangen werden muss. (Im Test konnte überhaupt keine Verbindung aufgebaut werden, wobei ein etwas exotisches System installiert war.)

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Häufig empfohlen ist die App AirDroid (Artikel), die jedoch als völlig überladen empfunden wird, möchte man das Werkzeug nur zum Dateiversand nutzen. Stattdessen wird eher auf InstaShare gesetzt, auch wenn mehrere Daten gezippt werden und nur schwer auf dem Smartphone wiederzufinden sind (/sdcard/Android/data/com.arat.Vacuum/). Die Desktop-Version ist zudem kostenpflichtig.
Eine Alternative mit guten Bewertungen ist FileDrop, das in einem schnellen Test recht ordentlich funktioniert hat, allerdings auch im Vordergrund laufen musste.
Eine kleine Alternative ist Dukto, die einzige Open Source App in dieser Sammlung. Sie ist für jede Plattform erhältlich, läuft aber leider auf Android nicht im Hintergrund, muss also offen bleiben, so lange die Daten übertragen werden.

Ansonsten bleiben wieder nur die bekannten Clouddienste. Bittorrent Sync (Artikel) hat sich leider insofern problematisiert, dass die aktuelle Version sich auf zehn synchronisierbare Ordner beschränkt. Danach ist ein Abo-Modell vorgesehen.

Zusammenfassung:

Insgesamt fiel die Recherche nicht wirklich befriedigend aus. Das einfache Problem des Dateiversands ist immer noch nicht zufriedenstellend gelöst, obwohl es eine Vielzahl von Ansätzen gibt. Unzählige Apps wurden hier überhaupt nicht aufgeführt, weil sie entweder lange nicht mehr aktualisiert wurden, nicht für alle Betriebssysteme zu haben sind oder unglaublich schlechte Bewertungen bekommen haben.

Die App-Empfehlungen sind also:

– Shoot (Android, iOS)
– Xender (Android, iOS)
– Crossroad (Android, iOS)
– SuperBeam (Android)
– InstaShare (Android, iOS, Desktop)
– Portal (Android, Desktop)
– FileDrop (Android, Desktop)
– Dukto (Android, Desktop)

Außerdem wird noch ein Blick in die Specials des vergangenen Jahres zum Datenaustausch zwischen Android und Windows-PC sowie Mac-Rechnern und dem Datenaustausch zwischen Android, iOS und Windows Phone empfohlen.