Als die Welt zum ersten Mal von Project Ara hörte, war die Idee geradezu wahnwitzig und doch revolutionäre: Statt alle Jubeljahre ein neues Smartphone zu kaufen und das alte dem Schrott zuzuführen, sollten Nutzer ein technisches Grundgerüst um jeweils gewünschte Module erweitern oder verändern können.
Neuer Prozessor, wenn der alte nicht mehr spurt? Kein Problem! Eine bessere Kamera zulasten der Akkukapazität? Warum nicht? Nachdem auf der Google I/O dieses Jahr erstmals ein lauffähiger Prototyp live vorgeführt wurde, bekräftigte Google nochmals, dieses Jahr testweise in Puerto Rico starten zu wollen.
Diese Pläne wurden kassiert. Wie die Entwickler über Twitter verkündeten, ist man derzeit damit beschäftigt, sich einen neuen Standort zu suchen, weshalb der Start in 2016 hinein verlegt wird. Unklar bleibt weiterhin, ob Google/Alphabet mittel- bis langfristig hinter dem Projekt steht – insbesondere der finanzielle Bedarf dürfte langsam aber sicher zu einem Problem werden. Die Idee hinter Project Ara war eine idealistische, das Gerät selbst war zu keinem Zeitpunkt mehr als eine lauffähige Konzeptstudie. Auch wenn Google vor allem dadurch bekannt ist, verrückte Projekte zu unterstützen, so hat das Unternehmen doch jedesmal den Stecker gezogen, wenn ein finanzielles Desaster drohte. Es bleibt deshalb abzuwarten, was in den kommenden Wochen von Project Ara zu hören sein wird.
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