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Veröffentlicht am Android-Apps · Spiele · Features 3 Min. Lesezeit

Pokémon GO: Massig Infos und Screens zum Android-Ableger

Nintendo und Android? Richtig, da war ja was, denkt man an die Messenger-App Miitomo (berichtet wurde). Mit Pokémon GO kommt zum 20jährigen Jubiläum der Kultreihe ein Android-Ableger, der sich gewaschen hat! 

Entwickelt wird Pokémon GO nicht von Nintendo selbst, sondern von Niantic, die mit dem Echtwelt-Abenteuer Ingress Millionen Spieler begeistern konnten. Dem Erfolg der Hit-App folgend, übernahm Niantic eine wesentliche Mechanik des Spiels: Spieler bewegen sich in der realen Welt. Die Pokémon bevölkern diese, sind aber nur durch die Smartphone-Kamera zu erblicken. Zwar fehlt noch echtes Footage, direkt aus einem Trailer, auf der SXSW 2016 wurde aber ein kurzes abgefilmtes Video geleakt.

Solch ein Leak zwingt die Firmen geradezu, ihren Promo-Fahrplan zu verwerfen und selbst mit Infos in die Offensive zu gehen. Wie bereits erwähnt ist Pokémon GO ein AR-Spiel, in welchem sich Spieler durch die reale Welt bewegen und in dieser Pokémon fangen können, die sich ebenfalls in der realen Welt tummeln. Laut Entwicklern ist es übrigens unmöglich, alle Pokémon in der näheren Umgebung zu finden. Eine Weltreise muss indes nicht angetreten werden – spezielle Events sollen die Taschenmonster anderer Regionen kurzzeitig verfügbar machen und zudem kann sich jederzeit mit anderen Trainern vernetzt und Pokémon getauscht werden. Um sich mit anderen Spielern zu messen, integrieren die Entwickler Kampfarenen in der echten Welt, an denen die Monster zurückgelassen werden können. Die kämpfen dann automatisch gegen andere und können Ruhm und Ehre einbringen.

Nur den Spielern? Nein, denn diese werden früh im Spiel aufgefordert, einem von drei Teams beizutreten, die weltweit um Prestige ringen. Ist ein Team besonders erfolgreich in einer Arena, wird diese dem Team zugeordnet – ein ähnliches Prinzip ist bereits aus Ingress bekannt, wo zwei Fraktionen um die Vorherrschaft diverser Portale ringen und diese durch Hacks einnehmen können.

Neben den Monstern integrieren Niantic und Nintendo die Pokéstops, Orte, an denen der Vorrat an Pokébllen und Kampfitems aufgestockt werden kann. Ein besonderes Schmankerl sind Pokémon-Eier, die zufällig gefunden werden können – aus ihnen schlüpfen kleine, seltene Taschenmonster. Vorausgesetzt, eine bestimmte Distanz wird mit dem Smartphone zurückgelegt.

Neue Spielelemente

Neugestaltet worden ist der Stufenaufstieg für Monster wie Trainer. Statt wie gewohnt die Pokémon „nur“ zu trainieren und über die im Kampf gewonnene Erfahrungspunkte in neue Level aufzusteigen (die weitere Angriffe freischalten), werden die Pokémon in GO nur stärker, wenn eine bestimmte Anzahl der gleichen Art gefangen wird. Mehrere Monster werden dann zu einem stärkeren verschmolzen. Dies betrifft sowohl den Stufenaufstieg als auch die Weiterentwicklung. Je mehr Monster gefangen werden, desto höher wird auch der Trainer-Level, der den Zugriff auf stärkere Pokébälle und neue Items gewährt, die wiederum genutzt werden, um stärkere Monster zu fangen.

Pokémon GO Plus

Dass Nintendo Challenges und Achievements geplant sind, überrascht wenig – interessanter ist, dass Nintendo mit Pokémon GO Plus ein optionales Hardware-Gadget in Aussicht stellt, das bei der Monster-Suche unterstützt. Pokémon GO Plus wird am Arm getragen und via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Befindet sich ein Spieler in der Nähe eines zu fangenden Monsters, informiert das Gadget darüber – praktischerweise muss dann nicht ständig mit dem Handy in der Hand durch die Kante gerannt werden. Dies war bei Ingress doch etwas befremdlich…

Pokémon GO Plus. (Bild: The Pokémon Company)

Pokémon GO Plus. (Bild: The Pokémon Company)

Wann genau Pokémon GO in den hiesigen Breitengraden erscheint, ist noch nicht entschieden. Nintendo visiert aber noch dieses Jahr an, damit Pokémon GO zum Höhepunkt der Geburtstagssause wird. Das Free-to-Play-Spiel soll aber demnächst einen ersten Beta-Test durchlaufen.

(via)