Es wäre einerseits zu erwarten, andererseits eine große Überraschung: Zulieferern zufolge ist die Switch nur eines von zwei neuen Geräten, die Nintendo im Januar 2017 vorstellen will.
Das andere Gerät: Ein Smartphone. Damit werden Gerüchte aufgegriffen, die bereits im März in einem Special zu Protokoll gegeben wurden. Damals war die Situation jene, dass Nintendo ein Smartphone zwar geplant, aber im weit fortgeschrittenen Stadium wieder verworfen habe. Dieses Device sollte die Hardwarearchitektur bekannter Android-Telefone besitzen, softwareseitig aber ein geschlossenes Betriebssystem aufweisen, dass nur einige Schnittstellen mit Android teilt – das geht aus Informationen eingeweihter Nvidia-Kreise hervor.
Gebaut für Spieler: Das Nvidia Shield K1 – einen Nachfolger wird es wohl nicht geben – oder doch, und zwar unter Nintendo-Flagge? (Bild: Nvidia)
Smartphone als logischer Schritt – und von Nvidia
Nachdem vor wenigen Wochen die Switch, vormals NX, präsentiert wurde, überschlagen sich Gerüchte und einigermaßen handfeste Fakten. Fakt ist: Nintendo verzichtet bei seinem Konsolen-Tablet-Hybriden auf optische Medien und führt Cartridges erneut ein. Außerdem wird die Technik von nVidia und AMD bereitgestellt – zwei Unternehmen, die im mobilen Bereich bereits Erfahrung besitzen. Nvidia hat gar die Produktion seiner Shield-Konsolen zugunsten der Nintendo Switch eingestellt und ein ein Folgeprojekt – von dem berichtet wurde – unter Ägide Nintendos weiter fortgeführt. Das noch namenlose Smartphone soll zwei Betriebssysteme bieten, zwischen denen hin- und hergeschaltet werden kann: Ein natives Android für die meisten Alltagsfunktionen und Kommunikationsmöglichkeiten, und ein Nintendo-OS, unter dem dann die Spiele der Switch laufen.
Gerüchte über ein Nintendo-Smartphone halten sich hartnäckig. (Bild: http://www.knizzful.com/wp-content/uploads/2013/06/nintendo-smartphone.png)
Im Gegensatz zur Switch sollen die Spiele auf dem Smartphone lediglich über Nintendos eShop bezogen werden können – wer darauf verzichtet, kann immerhin im Download-Spiel temporär Mehrspielersessions starten. Vorinstalliert sind außerdem Miitomo, der Miimaker, Setreet- und Spotpass und eine neue myNintendo-App, die im Januar auch auf Android starten soll. Leistungstechnisch wird das Gerät mit 4 GB RAM, einem Akku von etwas mehr als 3.000 mAh, einer Vierkern-CPU von AMD und einem speziell angepassten Tegra-Chip laufen. Zum Display gibt es noch keine genauen Daten, nicht unwahrscheinlich ist, dass ein Multitouch-Panel mit 5 Zoll in der Diagonalen und 720p-Auflösung verbaut wird.
Neue Strategie, mehr Vielfalt?
Zum Vergleich: Die Switch soll neuesten Gerüchten zufolge mit einer 1,7 GHz-CPU mit vier Kernen, einer GPU mit 921 MHz und 4 GB ausgestattet sein. Das Dock, in dem die Switch verschwinden kann, wird keinerlei Mehrleistung bieten und ist lediglich für die Übertragung der Bildschirmsignale via HDMI und die Kommunikation mit USB-Geräten verantwortlich. Der Rest der Specs ist recht identisch.
Passen würde ein zweites Gerät zur neuen Philosophie Nintendos. Mit Pokémon Go, Miitomo und bald Super Mario öffnet sich der Unterhaltungskonzern neuen Plattformen und bezieht diese langfristig in seine Strategie mit ein. Erscheinen soll das Smartphone aber erst zum Sommer 2017 hin – wenn (aus Nintendos Sicht hoffentlich) viele Millionen Switch-Konsolen über die Ladentheke gewandert sind.
