Ein Rückzug auf Raten oder eine Art „Kapitulation“? Der renommierte Grafikchiphersteller Nvidia hat einen Nachfolge des K1-Tablets eingestampft.
Das berichten diverse Android-Magazine und berufen sich auf die US-amerikanische Zulassungsbehörde FCC, welche von Nvidia gebeten wurde, die Zulassungen für bereits eingereichte Produkte wieder zu streichen. Ungewöhnlich? Schon. Denn vor vier Jahren galten Nvidias Tegra-Chipsätze noch als das Nonplus-Ultra. Es folgte eine Preis- und Technologieschlacht mit Qualcomm (die mit ihren Mali-GPUs auch sehr erfolgreich waren) und ein letztes Aufbäumen mit dem Nvidia Shield, einem auf Spiele ausgelegten Android-Tablet. Dieses Stück Hardware hat sich einigermaßen gut verkauft und bekam mit dem Shield K1 gar einen Nachfolger spendiert (das hier vorgestellt wird). Nvidia gelang es sogar, eigene Android-Ports von Half-Life 2 oder Resident Evil 5 fürs eigene Portfolio zu gewinnen. Dass der Nachfolger mit dem Projektnamen Hawkeye nun nach Fertigstellung eingestellt wurde und wohl nie in Produktion gehen wird, hängt mit „unternehmerischen Entscheidungen“ zusammen.
Gebaut für Spieler: Das Nvidia Shield K1 – einen Nachfolger wird es wohl nicht geben. (Bild: Nvidia)
Denn Nvidia hat nicht vor, weiter Chipsätze für Mobilgeräte zu fertigen – die entsprechenden Skizzen, Entwürfe und Schaltpläne können aber von interessierten Firmen lizenziert werden. Ob die Forschung weitergeht, die Produktion aber ausgelagert sein wird – so wie es etwa ARM macht – ist noch unklar. Um die IFA herum, welche Anfang September in Berlin stattfindet, wird mit einem Statement des Herstellers gerechnet. Ein Rückzug auf Raten, eine neue Vollattacke oder die Kapitulation? Noch ist nichts entschieden.
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