Gestern wurde über ein angebliches Vorhaben der Google X Labs, Displays aus verschiedenen Modulen aufzubauen und dem Smartphone-Baukasten Project ARA (vormals Phonebloks) zu beizusteuern, berichtet. Einen Schritt weiter gehen Wissenschaftler der Universität des Saarlands…
Die druckbaren Displays besitzen allerlei Eigenschaften – so können sie flxibe oder starr sein, transparent, einf- oder vielfarbig. Und das alles über nur ein Herstellungsverfahren. (Bild: Universiät des Saarlands)
Die Wissenschaftler Simon Olberding, Michael Wessely und Jürgen Steimle stellten in einem umfangreichen Extract ein neues Verfahren vor, mit dem sich über einen Laserdrucker berührungsempfindliche und selbstleuchtende Displays herstellen lassen. Dazu werden unterschiedliche Schichten aufgetragen, deren Aufbau denen konventioneller Displays ähneln: Leiterplatine, Leuchtmittel, eine Schutzschicht. Die kleinen Druck-Bildschirme sind hinsichtlich ihrer Eigenschaften vielseitig: Sie können starr sein oder flexibel, lichtundurchlässig oder transparent, entsprechen der herkömmlichen Pixelanordnung konventioneller Bildschirme oder werden beliebig angeordnet.
Der größte Vorteil liegt jedoch darin, dass die Displays durch das Verfahren sehr dünn sind und auf fast jedem Untergrund haften, sei dies Stoff, Papier, Metall oder Holz. Somit lassen sie sich in fast jeden Alltagsgegenstand integrieren und agieren mit enorm dünn und somit in fast jeden Gegenstand integrierbar sind, etwa in Armbändern von Uhren, in Zeitungen oder Textilien. Welche Anwendungsbereiche für die Wissenschaftler konkret vorstellbar sind? Das erläutern sie in ihrem Video:
Wann das Verfahren für Endanwender umgesetzt wird, steht noch in den Sternen, Kooperationspartner der Wirtschaft wurden ebenfalls nicht genannt. Das komplette Abstract ist hier zu finden.