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Veröffentlicht am News · Hardware 1 Min. Lesezeit

Google: Entwicklung von modularen Displays?

Erst vor einigen Tagen wurde von den Fortschritten des ‘Project ARA‘ – dem praktischen Versuch Googles, ein modulares Smartphone auf den Markt zu bringen, berichtet.

War der Beginn eines interessanten Experiments: Phonebloks, der Smartphone-Modulbaukasten. (Bild: phoneblocks.com)

War der Beginn eines interessanten Experiments: Phonebloks, der Smartphone-Modulbaukasten. (Bild: phoneblocks.com)

Die Idee war nicht neu, Monate zuvor hat der Betreiber der Seite Phoneblocks seine Phonebloks (ja, ohne ‘c’) vorgestellt. Der Gedanke war und ist dagegen gut und richtig: Wieso ein Smartphone neu anschaffen, wenn doch nur wenige Komponenten den Ausschlag zum Neukauf geben? Wer einen neuen Prozessor oder eine bessere Kamera, vielleicht auch einen größeren Akku braucht, sollte einfach das entsprechende Modul austauschen können. Das soll Geld sparen und unzählige Versionen des eigenen Traum-Smartphones garantieren.

Ob sich dieses modulare Design am Ende durchsetzt oder nur ein paar Bastler anlockt, ist nicht absehbar. Was das Interesse am elektronischen Baukasten steigern sollte, ist eine vermeintliche Neuerfindung der Google X Labs: das modulare Display. Waren Touchscreens bislang in einem Stück hergestellt worden und ihre Auflösung wie auch Displaydiagonale vom Fertigungsvermögen der Zulieferer abhängig, soll sich diese neue Art des Bildschirms ähnlich zusammenstecken lassen wie LEGO-Steine und darüber eine beliebige Display-Größe wie auch Auflösung ermöglichen. Während die Anwendungsmöglichkeiten in der Theorie von kombinierten Vorder- und Rückseitendisplays über drahtlos kommunizierende Mini-Bildschirme bis hin zu Mattscheiben gigantischen Ausmaßes reichen, gibt es einige Probleme in der praktischen Umsetzung. Randlose Displays sind teuer und nur schwer zu produzieren, die Koordination und Anordnung der dargestellten Inhalte auf den einzelnen Einheiten dürfte trotz Fortschritten (etwa durch das sächsische Unternehmen Plastic Logic) nicht vollkommen reibungslos funktionieren.

Es bleibt trotzdem spannend – im Dezember möchte Google einen funktionstüchtigen Prototypen des ARA-Smartphones der Öffentlichkeit präsentieren; im Jahr 2015 soll das Projekt bereits für den Massenmarkt freigegeben werden. Möglicherweise sind bis dahin schon einige der modularen Displays zu sehen.