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Veröffentlicht am Spiele · Teaser Top Spiele 1 Min. Lesezeit

HTC: Virtual Reality als Rettungsanker

HTC hat sich verzockt: Die letzten Neuentwicklungen im Bereich der Smartphones und Tablets zündeten nicht, die Umsätze stagnierten, der Verlust nahm zu. Ausgerechnet die Kooperation mit einem Spielehersteller soll das Unternehmen zu einem zweiten Frühling verhelfen…

„HTC wird niemals verschwinden“, posaunte HTC-Chefin Cher Wang noch im vergangenen Jahr kämpferisch heraus. Doch wie sollte dieses Versprechen eingehalten werden? Mit einer Neuausrichtung, so scheint es nun. Denn nachdem kapitale Flops á la HTC One M9 das Jahr 2015 für alle Anleger zur Geduldsprobe verkommen ließen, ist ausgerechnet das Nischenphänomen der Virtual Reality ein Rettungsanker, an den sich die Südkoreaner ketten.

Die Virtual-Reality-Brille Vive entsteht in Kooperation mit dem Spielehersteller und Steam-Plattformbetreiber Valve („Half Life 2“) und soll bereits im April 2016 veröffentlicht werden. Im Gegensatz zur etwas zu teuer geratenen Oculus Rift möchte HTC aber ein erschwingliches Gerät anbieten, dessen technische Voraussetzungen nicht ganz so hoch sind.

Eine vollständige Abkehr vom Geschäft mit den Smartphones ist dies freilich nicht. Doch der Kampf auf diesem Feld wird zunehmend härter. Unternehmen wie Apple pumpen Millionenbeträge in die Werbung, aufstrebende Startups wie LeTV ködern mit frechen und preiswerten/billigen Produkten die Kundschaft. Deshalb widmet sich das Unternehmen verstärkt anderen Feldern, die noch als Nische betrachtet werden, aber großes Wachstum und einen nicht unerheblichen Marktanteil für HTC bedeuten könnten – wie eben die Virtual Reality.

Die HTC Vive kann ab 29. Februar vorbestellt werden – einen Preis nannte das Unternehmen nicht.

(via)