Gigasets Smartphone ME ist Comeback und Premiere zugleich, ein solides Stück Technik mit einigen Innovationen, an die sich etablierte Hersteller nicht heran wagten. Vor allem ist es aber ein tolles Gerät, das im Test genauer vorgestellt wird.
Gigaset, war da nicht mal was? Die etwas älteren Semester werden sich an den Namen noch erinnern, firmierte darunter doch die Telefon- und Funknetzsparte des deutschen Industrie-Urgesteins Siemens. Seit 2007 ist Gigaset ein souveränes Unternehmen und selbst wenn sich die Besitzverhältnisse in den vergangenen Jahren öfter mal änderten, so steht der Name nach wie vor für wertige Telefone und Router, die insbesondere Kunden der Deutschen Telekom zu schätzen lernten.
Die Gigaset ME-Palette
Das Gigaset ME hingegen ist eine Premiere und der erste Versuch des Herstellers, im Android-Markt Fuß zu fassen. Nun würden andere Unternehmen sich vorsichtig vorwagen und ein Einsteigergerät entwickeln. Gigaset entschied sich anders und präsentiert drei Smartphones: Das Gigaset Pure für 349 Euro, das hier getestete Gigaset ME für 469 Euro und das mit einem größeren Display und besserer Kamera ausgestattete Gigaset PRO für 549 Euro. Das ist nicht günstig, eher gehobene Mittelklasse und das untere Ende der Oberklasse, aber in vielerlei Hinsicht jeden Cent wert.
Lieferumfang, Design und Verarbeitung

An Umfang mangelt es dem Gigaset ME nicht. (Foto: N-Droid.de)
Schon die Verpackung des Gigaset ME ist auffällig: Schwarz auf Orange, ein echter Hingucker. Sobald der Klappdeckel geöffnet wird, finden sich in zwei Ebenen das Smartphone und das Zubehör verstaut. Apple hätte es nicht besser machen können, doch Gigaset macht es nicht nur edel, sondern auch umfangreich – neben dem Telefon finden sich ein USB-C-Kabel, Kopfhörer, der AC-Adapter und ein kleines Paket mit Anleitungen. So besticht das Telefon noch vor dem Erstkontakt durch ein tolles Detail: Zwei Folien – eine auf der Vorder-, eine auf der Rückseite – schützen das Gerät vor Kratzern und sind beschriftet – so wissen auch absolute Neueinsteiger, was die einzelnen Elemente machen und wo sie im Gehäuse untergebracht sind. Auffällig: Zwei silberfarbene Streifen durchbrechen die im strahlenden Weiß gehaltene Rückseite des Smartphones, der Fingerabdruck-Sensor ist ebenfalls gerahmt und wird optisch durch den Gigaset-Schriftzug ergänzt.
Der Erstkontakt mit dem Gigaset ME ist zudem ein wirklich besonderes Erlebnis. Bislang gab es kein Smartphone, das sich so gut anfühlte. Die Kanten sind abgerundet, der Rahmen aus gebürstetem Metall, die Vorder- und Rückseite in glattestes Gorilla Glass gepackt – 180 Gramm durch und durch perfektes Design!
- Gut zu erkennen: Der USB-C-Port am unteren Teil des Geräts. (Foto: N-Droid.de)
Während die Form und die Handschmeichelei bestechen, gibt es auch eine Kehrseite der Designentscheidungen: Das Smartphone rutscht. Und zwar von jeder noch so kleinen schrägen Ebene, sei es ein kleiner Papierstapel, eine leichte Schieflage der Tischplatte oder die Sofalehne. Dagegen hilft ein kleiner Folienstreifen auf der Rückseite, der das Gerät im Sinne des Wortes bremst.
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