Zum Inhalt
n-droid.de
Veröffentlicht am Allgemein 2 Min. Lesezeit

Flimmerkiste 2.0: Fernsehen mit dem Android-Smartphone

Wer mit dem Android-Smartphone fernsehen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, die er nutzen kann. Gleichwohl ist beim Angebot noch Luft nach oben.

Das Bewegtbild hält in der mobilen Welt mehr und mehr Einzug. Spätestens, wenn sich der neue Mobilfunkstandard 4 G (Long Term Evolution) mit Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit pro Sekunde auf dem breiten Markt durchgesetzt hat, wird mit den Android-Geräten nicht nur Videotelefonie grundsätzlich möglich, sondern auch das Fernsehen. Über das WLAN-Netz zuhause gibt es aber schon jetzt vielfältige Möglichkeiten, um sich auf dem Sofa liegend die Lieblingssendung anzusehen.

Streaming-Apps
Beliebt sind Streaming-Apps, mit denen man das Live-Programm bestimmter Sender verfolgen kann. An erster Stelle ist hier sicherlich Zattoo zu nennen. Der Dienst erfreut sich auch am Desktop großer Beliebtheit. Seit dem letzten Jahr verfügt der Dienst über eine eigene Android-App, die an dieser Stelle getestet wurde.

Im Angebot sind aber bislang meist nur die öffentlich-rechtlichen Programme, aus dem Kabelfernsehen bekannte Anbieter wie Pro 7, Sat 1 oder RTL fehlen in der Regel. Eine Vergleichsansicht aller Anbieter bietet kabelfernsehen.com. Zwar verfügen alle genannten Sender über Mediatheken, eine Möglichkeit zum wirklich legalen Schauen eines Live-Streams des Programms gibt es noch nicht. Die Anwendungen “Germany TV” oder “Online German TV” haben einige dieser Sender zwar im Angebot, sind den Senderverantwortlichen aber vermutlich ein Dorn im Auge.

Das wird sich im kommenden Jahr ändern, zumindest bei Zattoo. Wie der Dienst vor einigen Wochen bekannt gab, wird die Liste verfügbarer Sender 2014 um RTL & Co. erweitert. Ihr Empfang wird jedoch kostenpflichtig sein.

Mediatheken-Apps
Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender haben ihr mobiles Portfolio mittlerweile gut ausgebaut. Sowohl ARD als auch ZDF haben bereits Android-Apps vorgestellt, die den einfachen Zugriff auf den Content der Mediathek des jeweiligen Senders ermöglichen soll. Wirklich überzeugen können jedoch weder die Anwendung des ZDF noch die der ARD. Besser schneiden in der Nutzergunst alternative Apps von Drittentwicklern ab. Zu nennen sind hier z.B. die App “Theke” oder “Mediathek 1″.

Was den Apps noch fehlt, ist eine Möglichkeit, Streams vorab herunterzuladen und so offline verfügbar zu machen. Das ist besonders für alle wichtig, die einen Tarif mit begrenztem Datenvolumen nutzen, weil der Download eines Videos über die Funkverbindung viel Volumen aufzehrt. Mit einer App wie Traffic Monitor kann man den eigenen Datenverbrauch im Auge behalten – und mit der TVSpielfilm-App die Qualität des Programms.