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BOINC: Android-Smartphones sollen Schwarze Löcher suchen

Android-Smartphones sollen noch stärker in den Dienst der Wissenschaft treten und u.a. beim Aufspüren schwarzer Löcher helfen.

Es ist schon einige Jahre her, dass David Anderson von der Universität Berkeley mit seinem SETI@Home-Projekt für Furore sorgte. Dabei stellten Menschen überall auf der Welt dem Projekt ein kleines bisschen Rechenkapazität ihres Rechners zur Verfügung. Die auf diese Weise verfügbaren Resourcen halfen bei der Suche nach Weltall-Phänomenen. Zuletzt ließ die Zahl der Freiwilligen jedoch nach. Die zugrundeliegende BOINC-Software läuft derzeit auf weniger als 400.000 PCs wie Wired in einem sehr ausführlichen und lesenswerten Artikel berichtet.

Daher hat sich Anderson auf die Suche nach neuen Resourcen gemacht – und ist bei Android-Geräten gelandet. Die offene Struktur harmoniere besser mit seinem Projekt, weshalb man sich gegen Apple entschieden habe. Der App Store werde zu restriktiv betrieben, wie Anderson sagt.

In den letzten Monaten entwickelte Anderson eine Software, die sowohl mit Smartphones als auch Tablets kompatibel ist. Während der Entwicklung wurde die Bedienoberfläche optimiert. Die App schaltet sich außerdem automatisch, wenn das Smartphone sich zu stark erhitzt. Wer nun befürchtet, die Datenströme könnten sein mobiles Datenvolumen auffressen, kann ebenfalls beruhigt sein: Die App läuft nur in WLAN-Netzen.

Anderson hofft dank der großen Verbreitung von Android auf eine große Beteiligung. Mittlerweile läuft Google Software auf über 750 Millionen Geräten, wie kürzlich bekannt wurde. In den kommenden Monaten sollen die Apps in Umlauf gebracht werden. Ziel ist die Datenerhebung zum Auffinden von Schwarzen Löchern, Pulsaren oder Gravitätswellen im Rahmen des Projekts Einstein@Home.

Schwarzes Loch (Bild: Wikimedia Commons)