Die Gerüchteküche brodelt: Apple plant zum 21. März ein Event mit zahlreichen neuen Produkten. Was gezeigt werden soll? Dazu werden vertrauenswürdige Kontakte noch konkreter…
Der Termin macht schon stutzig. Der 21. März 2016 wäre etwas zu spät für ein Unternehmen vom Range Apples, wenn man sich vor Augen führt, dass nur eine Woche vorher die cebit in Hannover stattfinden soll. Wäre es deshalb nicht klüger, weil die Aufmerksamkeit auf sich lenkend, wenn Apple der gesamten Konkurrenz in die PR-Parade reinkachelt? Solche Gedankenspiele sind zweitrangig, primär wird es Apple darum gehen, den soliden, aber stagnierenden Absatz der hauseigenen Produkte zu stoppen und die Zahl de verkauften Geräte signifikant zu erhöhen.
iPhone: Neue Billigvariante?
Kriegt bald ein kleines Geschwisterchen: iPhone 6. (Bild: Apple)
Dazu setzt Apple wohl auf drei Stützpfeiler: iPhone, iPad und Apple Watch. Das iPhone wurde in den vergangenen Jahren immer größer und somit unhandlicher. Geschuldet war dies dem Trend, dass Android-Geräte mit größerer Bilddiagonale sich besser verkauften als deren kleine Pendants. Nun die Rolle rückwärts, denn unter den Androiden gibt es nicht wenige Geräte, die gerade durch die kompakten Abmaße hohe Absätze erzielen – etwa Samsungs Mini-Serie oder die Xperia Compact-Baureihen. Die Gerüchte bezüglich eines neuen iPhones sind uneindeutig, was die Namensgebung anbelangt: iPhone 5 SE oder iPhone SE werden heiß gehandelt.
Wie auch immer das Gerät nun heißen wird, die Gerüchteküche ist sich einig darin, dass der günstige Preis des Billig-iPhones nicht nur über das kleinere Display und einen leistungsschwächeren Prozessor zustande kommt, sondern 3D-Touch und der TouchID-Sensor wegfallen würden. Eine Sensation wäre das günstige iPhone insofern, als dass Apple nicht mehr die Vorgänger als Einstiegsvariante verkauft, sondern dezidiert eine Neuentwicklung in Aussicht stellt, die zwar ein gewisses Apple-Feeling aufkommen lässt, aktuelle Trends und Technik bewusst rausschmeißt.
iPad: 9,7 Zoll als Reanimationsmaßnahme fürs Tabletsegment
Viele Fachleute erwarteten bereits zu den letzten Präsentationen eine neue Version des iPad im 9,7-Zoll-Format. Die letzte Inkarnation, das iPad Air 2, ist bereits seit Oktober 2014 auf dem Markt und längst nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Dinge. Die Gerüchte hierzu: Das neue Modell soll dem Ladenhüter iPad Pro nacheifern und dessen Stift übernehmen, als auch ein neues Tastatur-Cover, einen schnelleren Prozessor und wesentlich erweiterte Akkukapazität bieten. Die (wenig kreative) Namensgebung der Gerüchteköche: iPad Air 3 oder iPad Pro mini.
Apple Watch: Neue Software, kein neues Modell
Belastbare Absatzzahlen zur Apple Watch gibt es nach wie vor nicht – ein Wink mit dem ganzen Zaun, dass die Verkäufe die eigenen Erwartungen nicht erfüllen. Eine Revision der Apple Watch wird es aber wohl nicht geben, stattdessen beschränkt sich der Konzern darauf, Software-Updates einzuspeisen. Welche neuen Funktionen und Verbesserungen es geben soll, ist derzeit vollkommen unklar.
Der 21. März: Ein Tag vor dem Showdown
Und abschließend noch ein möglicher Grund, weshalb Apple sich den 21. März heraussuchte. Einen Tag nach dieser Präsentation muss sich Apple auf einer Gerichtsanhörung erklären. Schließlich verweigert der Konzern konsequent die Zusammenarbeit mit dem FBI, welches das Telefon des Attentäters von San Bernadino knacken möchte (wie berichtet wurde). Gut möglich, dass Apple auf dem Event auch auf die Verschlüsselung der Daten auf ihren Geräten und die schier unmögliche Überwindung der Verschlüsselung eingeht, die Brute Force auf Wunsch des Anwenders ebenfalls ausschließt.
Wirksam könnte Tim Cook (CEO) so die bisherigen Mechanismen anpreisen und die Öffentlichkeit für seine Sicht der Dinge versuchen zu gewinnen. Nämlich die Tür zum Zugang zu persönlichen Daten gar nicht erst aufzustoßen. Geht der Apple-Chef gar weiter, könnte er noch härtere Verschlüsselungsmechanismen ankündigen. Davon ist nicht auszugehen, denn das Gericht in Kalifornien würde eine solche Machtgeste wohl als Arroganz eines Weltkonzerns vor der Justiz begreifen – und die durch und durch rationalen Argumente gegen eine Verschlüsselung könnten für Apple zum Bumerang werden.
(via)
