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Zum Schutz der Identität: Android-App ObscuraCam verpixelt Gesichter in Videos

Mit der neuen Version von ObscuraCam können Gesichter in Videoclips unkenntlich gemacht werden.

Apps dienen keineswegs nur Spiel, Spaß und der Wettervorhersage, sondern werden auch in ernsteren Kontexten eingesetzten. Die Menschenrechtsorganisation Witness, einst übrigens von Peter Gabriel gegründet, und das The Guardian Project haben eine neue Version der Android-App ObscuraCam vorgestellt. Sie erlaubt es nun, Gesichter nicht nur auf Fotos, sondern auch in Videos unkenntlich zu machen.

Das Tool soll vor allem zum Schutz von Menschenrechtlern eingesetzt werden, deren Identifikation in ihren Heimatstaaten gefährliche Folgen für sie haben könnte.  Bis jetzt konnten mit der App nur Fotos behandelt werden, nun unterstützt sie auch Bewegtbilder. Von den Funktionen der App sollen aber nicht nur Regimegegner in Syrien oder Bahrein profitieren, sondern auch alle anderen User, die ihre Privatsphäre im Internet schützen wollen.

Um Gesichter auf einem Foto oder in einem Video zu finden, verfügt die App über einen Face-Tracking-Mechanismus, der die Konturen von Gesichtern erkennt und markiert. Dem Nutzer steht aber auch ein manueller Tracking-Modus zur Verfügung: Im Video kann er einen beliebigen Start-Frame wählen und um das gewünschte Antlitz einen Rahmen zeichnen und dessen Bewegungen mit dem Finger nachvollziehen. Das markierte Areal erscheint dann verpixelt, maskiert oder ganz geschwärzt.

Die neue Version von ObscuraCam befindet sich noch in einer öffentlichen Alpha-Testphase. Wer möchte, bezieht die App kostenlos im Google Play Store. Voraussetzung ist jedoch ein Gerät, auf dem wenigstens Android 2.2 läuft. (via)