ZTE veröffentlicht dieser Tage in Deutschland das erste Android-Smartphone mit Force Touch. Das ist prima fürs Datenblatt, doch was hat der Nutzer davon?
Bevor auf Force Touch eingegangen wird, die nackten Fakten des ZTE Axon Mini: Snapdragon 616-Prozessor mit 1,5 GHz und 64-bi-fähig, ein 5,2 Zoll großer Bildschirm mit FullHD-Auflösung, 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB Festspeicher sind die Kerndaten des neuen Smartphones. Erweitert werden kann der interne Speicher mit einer microSD-Karte, wobei sich diese ihren Slot mit der zweiten SIM-Karte teilen muss. LTE-Fähigkeit, WLAN mit n-Standard-Unterstützung, Bluetooth 4.1 zwei Kameras (rückseitig: 13 Megapixel; frontseitig 8 Megapixel) sowie ein Fingerabdruck-Sensor komplettieren die wichtigsten Hardware-Specs.
Das vorinstallierte Android 5.1.1 ist nicht mehr ganz frisch, aber genügend und ein Update auf Android 6.0 a.k.a. Marshmallow wird vom Hersteller in Aussicht gestellt. Als unverbindliche Preisempfehlung gibt ZTE 389 Euro an, geführt wird es derzeit von keinem Händler.
Force Touch als Spielerei
Bislang werden nur wenige Apps um ForceTouch erweitert. (Bild: ZTE)
Doch was hat es nun mit Force Touch auf sich? Dahinter verbirgt sich eine Technologie, die nicht nur erkennt, ob und wo auf das Display getippt wurde, sondern auch den Druck auswertet. Ein leichter Druck aufs Display löst in der Regel eine Standardaktion aus, während ein fester Druck weitere Optionen in Gang setzt. In der Bildergalerie etwa erscheint daraufhin eine größere Bildervorschau, im Kalender wird mit festem Druck aufs Datum sofort ein Ereignis angelegt und im Home Screen werden diverse Alarme, das Anlegen einer neuen Mail oder das Abspielen von Musik angeboten.
Mehr wird das ZTE Axon Mini auf Dauer gesehen wohl kaum bieten können, woran insbesondere Android eine Schuld trägt. Zwar sind entsprechende Schnittstellen für Force Touch seit einigen Updates bereits im System vorhanden, werden aber stiefmütterlich behandelt – ob deshalb auch andere Apps von Drittherstellern nachziehen, bleibt fraglich. Mit dem Huawei Mate S steht ein weiteres Android-Device in den Startlöchern – der Release ist aber noch ungewiss.
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