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Zahnlose Tiger: Die meisten Antivirus-Apps für Android taugen nichts

Die Warnungen vor Malware im Android Market kursieren in regelmäßigen Abständen durch die Newsseiten im Netz. Dass da was dran ist, ist zweifellos richtig. Trotzdem: Wer sich mit Antivirus-Apps ausstattet, sollte sorgfältig auswählen. Nicht alle sind ihr Geld wert.

Laut einer aktuellen Studie der unabhängigen Organisation AV-Test sind nicht alle Virenbekämpfer gleich effektiv. Und nicht nur das: Manche Antivirus-Apps sind den Speicherplatz nicht wert, den sie auf dem Smartphone oder Tablet belegen.

Die Testergebnisse sind deutlich: Weniger als die Hälfte der 41 gestesteten Apps konnte zufriedenstellende Ergebnisse erzielen, nur 17 Apps schafften es, im Test über 65 Prozent der Malware zu entdecken. Auch wenn es, so die Macher der Studie, schwierig sei, überhaupt valide Testergebnisse zu erzielen, scheint deutlich zu sein: Die besten Antivirus-Apps kommen von Anbietern, die vorher schon Erfahrungen im Desktop-Bereich hatten.

Am Besten schnitten ab: Avast, Lookout, Dr. Web, Zoner, F-Secure, Ikarus und Kaspersky – alle mit einer Trefferquote von über 90 Prozent bei den 618 für den Test verwendeten bösartigen Android APK-Dateien. Zwischen 65 und 90 Prozent Trefferquote und damit immer noch im grünen Bereich erzielten die Apps von AVG, Bitdefender, ESET, Norton (Symantec), QuickHeal, Trend Micro, Vipre (GFI), Webroot, AegisLab und SuperSecurity.

Also: Wer sich mit Antivirus-Software ausrüsten will, sollte sich an den Ergebnissen der Studie orientieren – falsch machen kann man damit sicher nichts. Den kompletten Bericht zur AV-Test-Studie gibt es auf der Seite von cnet. Am Besten schützt man sich aber nach wie vor, indem der Verstand mitsurft und man sich einfach keinen Quatsch aus ominösen Drittquellen herunterlädt.