Wenn’s mal wieder etwas länger dauert, dann…zerrt man einen Konzern einfach vor Gericht. So geschehen bei den niederländischen Nachbarn: Samsung benötige demnach zu viel Zeit für Android-Updates. Und das führte zu einer Klage.
Die holländische Verbraucherorganisation Consumentenbond ist der Auffassung, dass sich Samsung nicht genügend bemüht, um Aktualisierungen für die hauseigenen Android-Smartphones zu veröffentlichen. Die Vereinigung, zu der rund 500.000 Mitglieder gehören, verklagte den koreanischen Konzern aus genau diesem Grund. Man erwarte eine Update-Sicherheit von zwei Jahren sowie klare Informationen darüber, wann neue Aktualisierungen für Mobiltelefone erscheinen. Ferner verlangt die Organisation eine offene Kommunikation über kritische Sicherheitslücken, den Klägern mangelt es gegenwärtig an Transparenz.
Nicht einmal das S6 besitzt schon Android 6.0. (Foto: N-Droid)
Das sind alles Punkte, die sicher auch begrüßenswert wären. Und tatsächlich könnte die Klage bei Erfolg Konsequenzen haben – gerade im Bezug auf Samsungs Update-Politik in Europa. Dazu sei gesagt, dass der Consumentenbond die größte und einflussreichste Verbraucherorganisation in den Niederlanden ist, damit durchaus auch einen gewissen Druck ausüben kann. Sollte Samsung zu diesen Schritten gezwungen werden, müssten Mitbewerber wie Sony, HTC oder LG nachziehen: Zwei Jahre eine zeitnahe Update-Garantie und maximal vier Wochen auf die nächste Android-Version warten müssen – dieses Szenario erscheint eigentlich als Wunschtraum, den bisher nur Google bei seinen Nexus-Geräten einhalten kann.
Weitere Details zur Klage finden sich im offiziellen Dokument des Consumentenbond.
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