Zum Inhalt
n-droid.de
Veröffentlicht am Android-Apps · Kostenlose Apps · Soziale Netzwerke Kommunikation 2 Min. Lesezeit

WhatsApp Messenger – Ausgereifter SMS-Ersatz

Wieder wird die SMS herausgefordert: Dieses Mal möchte der Kurznachrichtendienst WhatsApp Messenger ihren Kopf. Die Android-App erlaubt das kostenlose Verschicken von Mitteilungen.

Funktionsumfang

Die Daten, die mit dem WhatsApp Messenger verschickt werden können, haben vielfältige Erscheinungsformen: Nachrichten, Bilder, Sprachnotizen, Videos und dank Google Maps-Integration gehört sogar der eigene Standort dazu. Als Vehikel nutzt die App das Mobilfunk- oder ein vorhandenes WLAN-Netz. Kosten tut die Übermittlung nichts, allerdings funktioniert sie nur, wenn auch der Empfänger WhatsApp-Nutzer ist.

Registrierung mit Telefonnummer
Vor dem Start fragt WhatsApp die Telefonnummer des Users ab. Durch die Registrierung mit der Telefonnummer entfallen weitere Anmeldedaten und auch der Umzug auf ein anderes Gerät wird stark vereinfacht.

Der Clou: Die App erkennt automatisch, welcher der im Telefonbuch gespeicherten Kontakte ebenfalls WhatsApp verwendet. Niemand muss also geaddet werden: Wer WhatsApp benutzt, erscheint von selbst in der Kontaktliste der App. Unliebsame Kontakte können aber in den „Chat-Einstellungen“ blockiert werden.

Push-Notifications für SMS-Gefühl
Damit Chat-Nachrichten auch dann ankommen, wenn die App beim Empfänger nicht aktiv ist, nutzt der WhatsApp-Messenger sogenannte Push-Notifications. Auf diese Weise werden Nachrichten unmittelbar zugestellt. Abgeschickte Nachrichten versieht WhatsApp mit einem grünen Häkchen, sobald sie auf den Server übertragen wurden. Ist die Mitteilung erfolgreich auf dem Zielgerät gelandet, kommt ein zweites grünes Häkchen hinzu.

Auch wenn die Nachrichtenübermittlung bei WhatsApp kostenlos ist, ganz umsonst ist das Angebot nicht. Nur im ersten Jahr ist die App für Android-Nutzer gratis. Danach kostet der Dienst ca. 1,43 € (1,99 $) im Jahr.

Bedienbarkeit

Alle Funktionalitäten des WhatsApp Messengers sind denkbar einfach und leicht zu verstehen. Nach der Registrierung zeigt die App auf der Startseite alle offenen Chats. Ein Fingertipp auf das Stift-Symbol oben rechts führt zu den Kontakten.

Wie von SMS bekannt, werden die Chats als Konversation dargestellt. Um Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten, unterlegt der Messenger die chronologisch aufgelisteten Nachrichten mit unterschiedlichen Farben. Direkt im Chatfentser haben die Entwickler außerdem zwei Buttons für Anhänge und Emoticons untergebracht.

Fazit

Der WhatsApp-Messenger ist eine ausgesprochen ausgereifte Anwendung. Deutlich ist ihr anzumerken, dass sie für das iPhone und Blackberry schon längere Zeit auf dem Markt ist. Kinderkrankheiten, wie sie nach dem Start einer App gelegentlich auftreten, sucht man vergeblich.

Dafür stellt sich ein anderes Problem: Wie auch bei anderen Chat-Angeboten dieser Art – zum Beispiel Ping!, Beluga oder Skype – ist die mangelnde Verbreitung der Anwendung die größte Hürde. Viele Leute aus der Kontaktliste des Telefons benutzen schlichtweg andere Messenger. Diesem Problem versucht WhatsApp mit der niedrigschwelligen Registrierung via Telefonnummer oder der permanenten Erreichbarkeit danke Push-Notifications zu begegnen.

Im Test konnte die App in Sachen Funktionalität und Qualität absolut überzeugen. Empfehlenswert, die SMS wird sie in absehbarer Zeit allerdings nicht ersetzen. Eine der besten Alternativen zu ihr ist der WhatsApp Messenger bislang aber zweifellos.

Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. Der WhatsApp Messenger ist kostenlos und kann über den Android Market herunterladen werden.