In den Foren wimmelt es von Meinungen über die beste Wetter-App. Auch Wetter.com verspricht dem User verlässliche Daten über die kommende Witterung.
Funktionsumfang
Nach der Auswahl des Standortes bzw. der Feststellung der aktuellen Position zeigt die App die wichtigsten Werte an. Im Einzelnen gibt sie Ausfschluss über:
- • Temperaturanzeige ( Celsius oder Fahrenheit)
- • Höchst- und Tiefstwerte
- • Tagestemperatur
- • Gefühlte Temperatur
- • Windrichtung
- • Windgeschwindigkeit
- • Regenwahrscheinlichkeit
- • Sonnenuntergang und -aufgang
Auf dem Startbildschirm lassen sich die Tages- und Wochenvorhersage einsehen. Ein Klick auf den entsprechenden Tag führt zu einer in Morgens, Mittags, Abends und Nachts aufgeteilten Ansicht, die zusätzliche Informationen beinhält. Auf Angaben wie die Niederschlagsmenge pro Quadratmeter oder Luftfeuchtigkeit, wie es etwa Wetter.info macht, verzichtet die Anwendung. Die Darstellung erinnert optisch an die App von Wetter.net. Die während des Testzeitraums getroffenen Vorhersagen waren sehr präzise.
Als zusätzliche Features bietet Wetter.com eine Favoritenliste sowie einen Regenradar für Deutschland und die jeweiligen Bundesländer. Der Regenradar illustriert in einer Animation die zu erwartende Regenentwicklung, allerdings immer nur für einen maximalen Zeitraum von zwei Stunden und 15 Minuten. Eine Prognose für den ganzen Tag wäre hier wünschenswert. Dafür liefert die App eine tägliche Wettervorhersage in Form eines kurzen, moderierten Videoclips – und zwar für jedes Bundesland einen. Die Vorhersage für Deutschland, Österreich und Schweiz samt eines Ausblicks für die nächsten Tage ist auch in Textform direkt über die App abrufbar.
Ein Einstellungsmenü ist quasi nicht vorhanden. Von der Auswahl zwischen Fahrenheit und Celsius einmal abgesehen, gibt es nur die Möglichkeit, einige wenige Anwendungsdaten zu speichern. Updateintervalle können nicht festgelegt werden. Dies ist besonders beim Widget der App problematisch, da dessen Angaben nicht immer auf dem neuesten Stand sind. So änderte sich die Temperatur während des Tests 18 Stunden lang nicht, Aktualisierungen müssen manuell durchgeführt werden. Darüber hinaus ist das Widget recht klein ausgefallen und lässt sich nicht individuell anpassen. Bei allen anderen Apps ist dies besser gelöst.
Bedienbarkeit
Wetter.com macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Die Menüs sind klar strukturiert. Weiterführenden Optionen lassen sich sehr intuitiv über den Menü-Button öffnen. Warum allerdings die Wochentage auf Englisch aufgeführt und alle anderen Inhalte auf Deutsch gehalten sind, erschließt sich nicht.
Die GPS-Lokalisierung funktioniert ebenfalls nicht ganz präzise. Beim Test musste der genaue Standort von Hand eingegeben werden. Es lagen lediglich einige hundert Meter zwischen angezeigter und tatsächlicher Position. Auswirkungen auf die Präzision der Temperaturanzeige hat das nicht.
Das Widget der Wetter.com-App erweist sich allerdings als problematisch. Es wirkt schlicht lieblos. Es ist zu klein, verschiedene Widget-Größen bietet die App nicht an. Hauptkritikpunkt ist aber, dass keine Zeitintervalle eingestellt werden können, nach denen sich das Widget automatisch aktualisiert. Aktualisierungen lassen sich nur innerhalb der App initiieren, das Widget verliert damit gänzlich seinen Nutzen.
Fazit
Ist Wetter.com auf dem PC beim Rezensenten erste Wahl, überzeugt die App nicht. Viel fehlt zwar nicht zur guten App – zumal die Anwendung das Wetter wirklich sehr präzise vorhersagt. Doch wiegen die angeführten Kritikpunkte schwer.
Die fehlende Integration einstellbarer Aktualisierungsintervalle bei einer Wetter-App ist ungewöhnlich. Schließlich räumen alle Konkurrenten diese Möglichkeit ein. Sogar die systemeigene Anwendung ist in dieser Hinsicht überlegen. Im Vergleich zur Konkurrenz zieht Wetter.com hinsichtlich des Funktionsumfangs klar den Kürzeren. Im Test lief die App dafür stabil und absturzfrei.
Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. Wetter.com ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.
Update 28.08.2011
Die App wartet seit Kurzem mit einem komplett neuen User-Interface auf. Optisch ein ganz klarer Gewinn: Alles sieht jetzt frischer und edler aus. Die neue Version (1.3) kommt zudem mit einigen kleinen Neuerungen daher. So erfolgt die Navigation jetzt über Reiter am unteren Bildschirmrand.
Sind mehrere Städte gespeichert, kann man zwischen diesen über Reiter am oberen Bildschirmrand nun auf dem Hauptbildschirm hin und her scrollen. Die moderierten Videos und das Wetterradar sind weiterhin mit an Bord. Wurde das Einstellungsmenü minimal erweitert wurde, hat sich am Widget nichts geändert.
Insgesamt hat sich beim Funktionsumfang wenig geändert. Dafür erleichtern die Änderungen die Navigation merklich. Optisch hat die App ebenfalls einen Sprung nach vorne gemacht. Das gesamte Erscheinungsbild scheint jetzt zeitgemäßer und frischer, die einzelnen Bereiche sind klarer voneinander getrennt.
Das Widget bleibt allerdings weiterhin verbesserungswürdig. Etwas mehr Information wäre hilfreich, dafür läuft es präzise und stabil. Frei einstellbare Aktualisierungsintervalle fehlen weiterhin. Die Anwendung entwickelt sich in die richtige Richtung, Verbesserungspotential gibt es nach wie vor.
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