Wenn der beste Freund die Snooze-Taste des Weckers ist, wird es Zeit für eine neue Wecker-App auf dem Smartphone. Wecker Xtreme bekommt jeden wach. Dabei muss es aber nicht einmal nervig sein. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten erlauben ein sanftes Wecken und garantieren ein Aufwacherlebnis der anderen Art.
Funktionsumfang
Wecker Xtreme ist mehr als nur ein schnöder Wecker. Selbst Könige der Snooze-Tasten werden bei den richtigen Einstellungen zu Frühaufstehern. Hauptbestandteil der App ist natürlich das Aufwecken. Es können beliebig viele Weckzeiten eingestellt werden, alle mit ihren eigenen Anpassungen. Wiederholungen an Wochentagen, Einmalwecker, Countdown-Timer, die Auswahl ist groß. Hat man sich für eine Weckzeit entschieden, kann diese so vielfältig angepasst werden, dass man danach erst einmal eine Mütze voll Schlaf gebrauchen könnte. Satte 21 Einstellungsmöglichkeiten für eine einzige Weckzeit gibt es.
Die Auswahl des Wecktons erfolgt zufällig oder wird festgelegt. Hier kann man Interpreten, Playlisten oder einfache Klingeltöne wählen. Alternativ kann man auch eine App starten, beispielsweise ein Internetradio. Diese Funktion ist zwar noch als Beta ausgewiesen, funktionierte im Test aber zuverlässig. Zusätzlich kann man auch die Vibration des Smartphones aktivieren, ansteigende Lautstärke wählen und die maximale Weckton-Lautstärke festlegen.
Mit den Snooze-Einstellungen geht es ans Eingemachte. Hier wählt man zwischen Schaltfläche drücken, seitliche Tasten drücken (Lautstärke-Buttons), Telefon schütteln oder das Lösen einer mathematischen Aufgabe. Alternativ kann man die Schlummer-Funktion auch komplett deaktivieren. Die Snooze-Dauer kann von 1 – 60 Minuten stufenlos eingestellt werden. In den erweiterten Einstellungen kann man die einzelnen Snooze-Phasen auch anpassen.
Um den Wecker komplett auszuschalten, hat man ebenfalls eine ganze Reihe an Eingabe-Methoden. Hier wählt man zwischen Schaltfläche drücken, Telefon schütteln, mathematische Aufgabe lösen, Captcha eingeben oder in Autohalterung platzieren. Wählt man die Autohalterung, muss man noch eine Geschwindigkeit festlegen, bei der der Alarm deaktiviert wird. Diese sind in einer Vorauswahl auf Gehen (5km/h), Joggen (8 km/h), Radfahren (12 km/h) und Fahren (40 km/h) beschränkt.
Die Captcha-Eingabe unterscheidet sich nur unwesentlich von der Captcha-Eingabe, die man oft im Internet tätigen muss. Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen. Die Schwierigkeit liegt im Detail, man sollte früh bereits in der Lage sein ein „großes i“ von einem „kleinen L“ zu unterscheiden.
Die mathematischen Aufgaben können in verschiedenen Schwierigkeitsgraden abgefragt werden. Wer keinen Taschenrechner zur Hand hat oder gewisse Schwächen im Kopfrechnen zeigt, sollte lieber eine leichtere Stufe wählen. In den erweiterten Einstellungen kann man immerhin festlegen, dass Aufgaben übersprungen werden können. Das kann vor einer Panikattacke am frühen Morgen bewahren. Hat man die Aufgabe gelöst, lässt sich der Wecker einfach über einen Button ausschalten. Fast schon langweilig nach der spannenden Aktion mit der Aufgabe. Deshalb kann man auch die Anzahl der Aufgaben festlegen, die gelöst werden müssen, um ein Deaktivieren des Weckers zu ermöglichen.
Der Timer lässt sich bestens für einen Power-Nap am Nachmittag nutzen. Hier gibt es diverse Voreinstellungen, die Weckmethoden entsprechen denen normaler Wecker. Für jede Weckzeit oder auch den Timer lassen sich alle Einstellungen individuell anpassen, die Einstellungen sind also nicht weckerübergreifend, von den allgemeinen Einstellungen abgesehen.
Bedienbarkeit
Der Wecker lässt sich auch farblich an die persönlichen Wünsche anpassen. Hierzu steht ein Farb-Picker zur Verfügung. Alle Einstellungen sind gut erklärt und lassen sich schnell auswählen. Ein sehr nettes Feature bei der Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten ist die Wecker-Vorschau, die jederzeit aktiviert werden kann, um die gemachten Einstellungen zu überprüfen. Die einzelnen Alarme erscheinen in einer Übersicht und lassen sich dort nach Belieben aktivieren, bzw. deaktivieren und ändern.
Fazit
Auch wenn das Aufwachen am Morgen für die wenigsten zum Highlight des Tages zählt, bietet diese Wecker-App eine Vielzahl von Funktionen, die das Wachwerden unterstützen. Die anpassbare Snooze-Funktion ist ein Segen, die individuellen Ausstellmöglichkeiten sorgen dafür, dass man sehr schnell auf Betriebstemperatur kommt.
Der Wecker ist in einer werbefinanzierten kostenlosen Version verfügbar, um aber nicht versehentlich beim Aufwachen auf die Werbung zu tippen, die zudem eine Internetverbindung voraussetzt, sollte man die 1,99 Euro in die Vollversion investieren. Eine Ausgabe, die sich definitiv lohnt, wenn man mit dem Standard-Wecker von Android nicht zufrieden ist.
Als Testgerät kam ein Samsung Galaxy Nexus zum Einsatz. Wecker Xtreme ist werbefinanziert kostenlos im Google Play Store erhältlich. Ebenfalls ist eine Version ohne Werbung für 1,99 Euro im Play Store verfügbar. Die Funktionen der beiden Versionen unterscheiden sich nicht.
| Wecker Xtreme verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Netzkommunikation | uneingeschränkter Internetzugriff, Bluetooth Verbindungen herstellen |
| Speicher | Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen |
| Hardware-Steuerelemente | Vibrationsalarm steuern, Audio-Einstellungen ändern |
| Netzkommunikation | Netzwerkstatus anzeigen, WLAN Status anzeigen, Netzwerkstatus anzeigen |
| System-Tools | Tastensperre deaktivieren, Allgemeine Systemeinstellungen ändern, Standby-Modus aktivieren/deaktivieren |
| Telefonanrufe | Telefonstatus lesen und identifizeiren |