Mittlerweile hat so ziemlich jeder Provider Tarife im Angebot, die eine SMS-Flatrate beinhalten. Aber natürlich gibt es nach wie vor unzählige User, die keinen solchen Tarif nutzen. Im Netz tummeln sich viele Anbieter, die ein Gratis-Kontingent an SMS bieten. WebSMS sammelt sie in einer Android-App.
Installation
Folgende Berechtigungen fordert WebSMS bei der Installation ein:
- Kostenpflichtige Dienste: SMS senden
- Ihre Nachrichten: SMS oder MMS bearbeiten, SMS oder MMS lesen
- Netzwerkkommunikation: Uneingeschränkter Internetzugriff, Netzwerkstatus anzeigen
- Ihre persönlichen Daten: Kontaktdaten lesen
- Telefonanrufe: Telefonstatus lesen und identifizieren
- Hardware-Steuerelemente: Vibrationsalarm steuern
Funktionsumfang
Viele Provider und Web-Portale offerieren die angenehme Möglichkeit, kostenlose SMS zu verschicken. Der Haken: In der Regel ist das Versenden der Gratisnachrichten nur vom Desktop-PC aus möglich. WebSMS transferiert das Procedere auf das Android-Smartphone.
Download eines zusätzlichen Plugins
WebSMS bildet dabei nur die Software-Basis, die Verbindung mit den jeweiligen Anbietern stellen sogenannte Connector-Plugins her, die sich bequem aus dem Android Market ziehen und in die App integrieren lassen. Für jedes Unternehmen existiert ein eigener Connector. Beispiel: Hat man einen GMX Account, benötigt man den GMX-Connector. Nach der Installation kann man diesen mit seinen GMX-Zugangsdaten direkt über die WebSMS-App konfigurieren. Sind mehrere Connectoren installiert, kann man zwischen ihnen bequem hin und her wechseln.
Darüber hinaus ist es möglich, Nachrichten zu terminieren und zu einem selbst gewählten Zeitpunkt versenden zu lassen. Am oberen Bildschirmrand wird die Anzahl der verschickten und noch ausstehenden Nachrichten angezeigt. Während des Tests präsentierte sich WebSMS jedoch nicht frei von Problemen. So kam es gelegentlich vor, dass Textnachrichten nur sehr spät oder im schlimmsten Falle gar nicht versendet werden. Die Gründe dafür dürften jedoch weniger in der App als vielmehr beim SMS-Anbieter selbst zu suchen sein. So kommt es am Beispiel bei GMX immer wieder mal zu Serverausfällen, was den Nachrichtenversand verzögert.
Nicht alle Anbieter kostenlos
Neben dem genannten GMX-Connector findet sich im Android Market eine Vielzahl weiterer Connectoren. Zu den beliebtesten zählen die von Web.de, o2, Freenet, arcor.de oder sipgate. Ebenfalls einbinden lässt sich der Cherry SMS-Connector, mit dem sich SMS ab 2,5 Cent verschicken lassen. Wer ausschließlich für lau verschicken will, hält also am besten die Augen auf, welche Anbieter wirklich kostenlos sind und welche nicht.
Über den eigenen Provider lassen sich mit WebSMS ebenfalls SMS verschicken. Nachteil ist allerdings, dass die über das GSM-Netz geschickten Nachrichten nicht in die Statistiken Eingang finden. Verfügt man zum Beispiel über einen Tarif mit 50 Frei-SMS und schickt diese über die App, wird die Anzahl der versendeten Nachrichten nicht mitgezählt.
Bedienbarkeit
WebSMS: Gratis-SMS für alle (Bild: Diego Cervo - Fotolia.com)
Damit WebSMS ihren Zweck erfüllt, ist die Installation wenigstens eines Connectors unabdingbar. Das geht aber sehr leicht von der Hand, bereits die App leitet den User zu einer Connector-Liste im Android Market weiter. Sowohl die Installation als auch die Konfiguration sind schnell vorgenommen – zumal App und Connectoren nicht einmal 70 KB groß sind. Nach Eingabe der Zugangsdaten kann es dann losgehen.
Über das Einstellungsmenü können noch ein paar Einstellungen vorgenommen werden. Zu den wichtigsten Optionen gehören etwa das Verändern der Schriftgröße oder Benachrichtigungsoptionen. Das Verfassen der Nachrichten an sich ist ebenfalls sehr angenehm. Das Schreibfenster ist im Landscape-Modus sehr übersichtlich. Das zunächst sehr klein gehaltene Fenster vergrößert sich, je länger der SMS-Text ausfällt.
Fazit
WebSMS ist für Nutzer, die über keine SMS-Flatrate verfügen, eine wirklich sinnvolle Ergänzung. Gratis-SMS bieten viele große Web-Portale an, für den Großteil gibt es auch einen spezifischen Connector. Sollte ein Unternehmen mit Gratis-SMS-Offerte nicht mit einem eigenen Plugin gelistet sein, könnte es sich lohnen, auf der Webseite des Entwicklers Kontakt aufzunehmen – damit er das fehlende Plugin im Idealfall schnell nachschiebt. Fakt ist: Mit WebSMS sparen Vielschreiber viel Geld.
Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. WebSMS ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.