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Veröffentlicht am Allgemein · Android-Apps · Deutsche Apps 3 Min. Lesezeit

WeatherPro – Regenschirm oder Sonnenhut?

Auf der Seite sind bereits einige Wetter-Apps vorhanden, WeatherPro weckte trotzdem noch einmal Neugier. Immerhin steckt mit der MeteoGroup Europas größter privater Wetterdienst hinter der App. Wie sich die Android-App in der Praxis schlägt, verrät der Test.

Installation

Vor der Installation muss der User folgende Berechtigungen erteilen:

Mein Standort: Ungefährer (netzwerkbasierter) Standort
Netzwerkkommunikation: Uneingeschränkter Internetzugriff, Netzwerkstatus anzeigen
Telefonanrufe: Telefonstatus lesen und identifizieren
Speicher: Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen

Funktionsumfang

WeatherPro bietet eine Fülle an Informationen für Wetterinteressierte. Auf der Hauptseite gibt die App neben der aktuellen Temperatur samt Symbol des Wetters außerdem  folgende Angaben aus:

  • Taupunkt
  • Gefühlte Temperatur
  • Luftdruck
  • Maximale Windgeschwindigkeit ( Böen)
  • Niederschlag pro Stunde
  • Relative Feuchte

Zusätzlich hinformiert die WeatherPro-App über die durchschnittliche Windrichtung und -stärke. Komplettiert werden die Angaben mit eine Wettervorhersage für die nächsten sieben Tage. Zu Basisangaben wie den erwartete Höchst- und Tiefstwerten gesellen sich noch Regenmenge, Regenwahrscheinlichkeit und die Sonnenstunden. Durch einen Tip auf den entsprechenden Tag werden die Angaben in Drei–Stunden-Abschnitte unterteilt.

Der Clou der App ist die Darstellung der wichtigsten Angaben in Diagrammen, die nicht nur schön aufbereitet, sondern auch informativ sind. Zu ihnen führt ein Fingertipp auf das Symbol am oberen rechten Displayrand. Über den Orte-Reiter am unteren Bildschirmrand kann der Nutzer aus etwa zwei Millionen Orten aussuchen und die für ihn wichtigsten zu den Favoriten hinzufügen.

Neben den numerischen Angaben liefert die App außerdem Satelliten- und Radarbilder der aktuellen Wetterlage. Im Falle der Radarbilder sind diese aber nicht für alle Orte erhältlich, vor allem bei einigen ausländischen Metropolen waren diese nicht verfügbar. Bei den deutschen Städten gibt es aber keine Lücken.

Zusätzlich gibt es noch drei Widgets in den Größen  2×1, 4×1 und 4×2. Die beiden größeren aktualisieren sich alle 30 Minuten, zeigen aber nicht die aktuelle Temperatur, sondern nur Höchst-und Tiefstwerte an. Das kleinste Widget (mit der aktuellen Temperatur) aktualisiert sich in unbekannten Abständen, so dass es vorkommt, dass sich die Temperaturanzeige des Widgets und die innerhalb der App unterscheiden.

Selbst nachdem man die Werte zuerst in der App betrachtet, gleicht das WIdget die Temperatur nicht an. Auch in den Einstellungen der App gibt es keine eigene Option für die Einstellung der Aktualisierungsintervalle. Die App aktualisiert sich automatisch nach jedem Start.

Bedienbarkeit

In Bezug auf den Bedienkomfort gibt es an der W<eatherPro-App nichts auszusetzen. Die App ist übersichtlich gestaltet und bietet alle wesentlichen Daten auf dem Startbildschirm. Die Navigation läuft intuitiv über die Button am unteren Bildschirmrand, die auf Wunsch über die Menütaste auch eingeklappt werden kann.

Das Einstellungsmenü bietet außer alternativen Maßeinheiten wie Fahrenheit, Meilen oder Torr keine weiteren Möglichkeiten der Feinjustierung an. Optisch dominieren – wie oft bei Wetterapps – freundliche Blautöne. Etwas mehr Farbe hätte WeatherPro gut getan, was aber reine Geschmackssache ist. Während des Tests lief die App sehr stabil und flüssig. Probleme in Form von Abstürzen gab es keine.

Fazit

WeatherPro ist eine mehr als solide Wetter-App. Ihr Informationswert ist dank des aufgeräumten Designs sehr hoch, und auch die Präzision der Temperaturangaben ist beeindruckend. Auf einen Blick ist ersichtlich, ob Regenschirm oder Sonnenhut zuhause bleiben können. Im Vergleich mit den Werten des deutschen Wetterdienstes treten höchstens minimale Abweichungen auf, die nicht weiter ins Gewicht fallen. Die Anwendung verfügt über eine sehr benutzerfreundliche Bedienoberfläche und bearbeitet alle Aufgaben angenehm flott.

Abzüge kassiert sie für die Widgets, die häufig nicht ganz auf dem aktuellen Stand sind. Die Entwickler sollten bei künftigen Updates dafür sorgen, dass die Temperaturen in der App und des Widgets nicht differieren. Andernfalls sind die Widgets nutzlos. Nicht unter den Tisch fallen sollte, dass es durchaus Alternativen mit vergleichbarem Funktionsumfang gibt, die kostenlos sind.

Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. WeatherPro kostet 2,51 € und kann im Android Market heruntergeladen werden.

http://fosspatents.blogspot.com/2011/07/judge-orders-overhaul-of-oracles.html