Das Jahr 2016 ist noch jung, schon gibt es die ersten Änderungen, die Smartphone- und Tabletnutzer treffen könnten. Durch die Urheberrechtsabgabe verteuern sich die smarten Alltagsbegleiter.
Schon im Dezember kündigte der IT-Branchenverband Bitkom an, eine Einigung mit den diversen Verwertunggesellschaften (zu denen u.a. die GEMA gehört) zur Urheberrechtsabgabe erzielt zu haben. Ab Januar 2016 werden 6,25 € pro Smartphone und 8,75 € pro Tablet an einen Pool besagter Verwertungsgesellschaften abgeführt. Das klingt nach viel, ist aber weit unter dem, was die Verwertungsgesellschaften haben wollten: 36 € für Smartphones und 15 € pro Tablet.
Mit dieser Urheberrechtsagabe sollen Bitkom zufolge das legale Kopieren von urheberrechtlich geschütztem Eigentum wie Filmen, Musikdateien, Texten und bildlichen Darstellungen wie Fotos abgegolten werden – ähnliche Pauschalen werden auf allerlei Elektronikgeräte draufgeschlagen, darunter Drucker, CD-Brenner, Laptops oder Speichermedien. Käufern werden somit private Kopien in Rechnung gestellt – auch wenn dieser womöglich niemals urheberrechtlich geschützte Werke vervielfältigt.
Auswirkungen hat die Abgabe anno 2016 auf den Preis von Tablets und Smartphones. Bislang hat noch kein Android-Hersteller eine entsprechende Preiserhöhung bekannt gegeben oder vollzogen. Eine Ausnahme gibt es aber: Apple. Das iPhone- und iPad-Unternehmen schlägt die krummen Pauschalen 1:1 auf die bestehenden Preise drauf, Kunden zahlen mehr. Zu befürchten ist, dass künftige Android-Geräte die Pauschale großzügig, sprich: nach oben hin aufgerundet, inklusive führen werden und die Geräte deshalb teurer sein werden, als sie sein müssten.