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Veröffentlicht am Android-Apps · Business Produktivitat 3 Min. Lesezeit

Test: Send anywhere – Gutes Tool zum Dateientausch per PIN-Code

Durch die mittlerweile recht starke Verbreitung von Cloud-Diensten ist es kein großes Kunstwerk mehr, Dateien zwischen Geräten hin und her zu schieben. Aber was ist, wenn eine Datei nur einmal geteilt werden muss? Send anywhere bietet hier eine sehr nutzerfreundliche Lösung, die sich überall und von jedem ohne Anmeldung nutzen lässt.

Funktionsumfang

Send anywhere ist ein kleines Tool, das Dateien jeglicher Art zwischen Geräten verschiebt. Sowohl für Sender, als auch für Empfänger ist nur eines wichtig: der sechsstellige Code, mit dem die Dateien verschickt werden. Dieser wird für den Download der Dateien benötigt. Generiert wird er während des Uploads, für jede Aktion erhält man also einen extra Code.

Mit diesem Code kann jeder die Datei herunterladen. Diese ist aber nur zeitlich begrenzt verfügbar. Wo und wie man den Code eingibt, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Send anywhere kann entweder per App genutzt werden oder man greift auf die Webversion zurück. Der Dateiaustausch zwischen Android-Geräten oder PCs oder anderen Geräten mit Browsern funktioniert dadurch tadellos.

Der Code kann direkt aus der App per SMS verschickt werden. Alternativ lässt sich ein QR-Code generieren, der den Download automatisch anstößt. Ist für das Empfänger-Gerät keine App vorhanden, kann man den Code bei send-web.com im Browser eingeben.

Webscreen2

Wählt man in der App mehrere Dateien gleichzeitig aus, werden diese in eine ZIP-Datei verpackt und somit als eine Datei zum Download bereit gestellt. Die Dateiformate sind dabei völlig egal. Selbst Apps lassen sich mit Send anywhere verschicken. In der App wirkt alles sehr aufgeräumt, über einen Dateiexplorer werden die Dateien ausgewählt. In der Eingangsbox befinden sich alle Dateien, die man mit der App heruntergeladen hat.

Ein Problem gibt es jedoch. Jeder, der den Code hat, kann diesen auch nutzen. Bei einem sechsstelligen Zahlencode (den man per Einstellung erweitern kann), ist die Gefahr nicht klein, dass der Code erraten wird. Ob man über diesen Service also vertrauliche Daten verschicken sollte, ist fraglich. Da eine Anmeldung bei Send anywhere nicht nötig ist, kann man die Dateien auch nicht beschränkt freigeben. Wer allerdings nur mal schnell ein paar Fotos oder andere Dateien auf ein anderes Gerät bringen will, sollte sich daran nicht stören.

Bedienung und Einstellungen

Die Bedienung erfolgt logisch. Man wählt, ob man Dateien senden oder empfangen möchte und geht dann entsprechend vor. Da man Schritt für Schritt alles weitere bestätigen muss, sind Fehler ausgeschlossen, ein Versenden aus Versehen kann demnach eigentlich nicht vorkommen. In den Einstellungen kann festgelegt werden, ob der Sicherheitsschlüssel (Download-Code) nur Zahlen oder Zahlen und Buchstaben enthalten soll.

Außerdem kann man hier die Zeit festlegen, die eine Datei zum Download bereit stehen soll. Einstellungen zu den Dateien selbst, den Umgang mit Duplikaten und den Downloadpfad der App kann man ebenfalls festlegen.

Fazit

Send anywhere ist toll, um schnell Dateien zwischen Geräten zu verschieben. Der bequeme sechsstellige Zahlencode ist zwar nicht unbedingt sicher, wer aber bewusst damit umgeht, braucht auch keine Angst vor kriminiellen Energien zu haben. Die kostenlose Version der App ist auf einen gleichzeitigen Upload von 10 Dateien und einer Gesamtgröße von 30 MB limitiert.

Die Pro Version hebt diese Limitierungen auf, bietet aber außer der zusätzlichen Werbefreiheit keine weiteren besonderen Eigenschaften. Die einfache Handhabung der App überzeugt, die Geschwindigkeit der Dateiübertragungen ebenfalls.

Send anwhere kann in der getesteten Version kostenlos im Google Play Store geladen werden. Als Testgerät kam ein ASUS Nexus 7 zum Einsatz.