Zum Inhalt
n-droid.de
Veröffentlicht am Android-Apps · Deutsche Apps · Features 3 Min. Lesezeit

Test: Roomboard – der Putzplan bringt Ordnung in die Wohnung

Zeiten ändern sich: Früher klebte in der Küche ein Zettel an der Wand, auf dem die zu erledigenden Arbeiten im Haushalt auf die Bewohner aufgeteilt wurden. Heutzutage braucht es schon eine App, um den Partner bzw. die Partnerin oder die WG-Mitbewohner zu informieren, wenn sie die Wäsche waschen, den Boden wischen oder den Kühlschrank säubern müssen. Dank Roomboard – der Putzplan verliert niemand mehr den Überblick – egal ob Smartphone oder Tablet.

Funktionsumfang

Roomboard erfindet den guten, alten Putzplan in der Tat neu. Das Ziel der App ist es, fair zu erledigende Arbeiten in Haushalten mit mehreren Personen zu verteilen. Das können Familien, Paare oder WGs sein, sogar Singles werden berücksichtigt. Schließlich muss man auch alleine irgendwann dafür sorgen, dass die Bude sauber bleibt. Der Clou ist, dass jeder Mitbewohner an seinem Smartphone oder Tablet Zugriff auf den Plan hat und somit immer auf dem Laufenden gehalten wird – wenn er etwas zu erledigen hat.

Eingetragene Tätigkeiten. Zu erledigende Dinge. Für alle geeignet.

Zu Beginn gilt es freilich, sämtliche Aufgaben selbst einzugeben. Im Grunde alles, was regelmäßig zu erledigen ist, darunter das Waschen der Wäsche, das Bügeln, das Wischen, das Putzen der Fenster oder gar das Einkaufen, wird innerhalb kürzester Zeit eingetragen. Schade, dass hier keine Standard-Auswahloptionen erhältlich sind, sondern jede Tätigkeit manuell eingetippt werden muss. Ist dies einmal erledigt, übernimmt Roomboard die Verteilung der Jobs. Dies kann optional dynamisch geschehen, sodass jeder Bewohner mal an der Reihe ist. Wer sich darüber aufregt, ständig die Toilettenbürste schwingen zu müssen, hat wohl bisher auf Roomboard verzichtet. Eine gute Idee ist es, eine Aufgabe auch mal abzugeben, wenn einem die Zeit fehlt.

Verteilung, Verwaltung, Übersicht – das alles funktioniert nur mit einer Registrierung bei roomboardapp.com, dies ist auch mittels eines Facebook-Accounts und natürlich direkt innerhalb der App möglich. Sobald WG-Kollegen und Familienmitglieder in den Putzplan eingeladen wurden, ist Roomboard einsatzbereit und informiert über die anstehenden Aufgaben. Löblich: Da die App ebenfalls für iOS erhältlich ist und sämtliche Informationen auf den Servern des Anbieters gespeichert werden, spielt es keine Rolle, auf welcher Plattform der Putzplan eingesehen wird.

Bedienbarkeit

Die Bedienung ist anfänglich etwas verwirrend. Gerade auf dem Tablet müssen erst einmal die Optionen für das Hinzufügen neuer Aufgaben gefunden werden. Ferner hätte die Übersicht der Tätigkeiten etwas ansprechender gestaltet sein können. Die Gestaltung wirkt alles eher zweckmäßig. Bedauerlich ist außerdem, dass mehrere Personen nicht an einem Gerät gemeinsam die individuell vergebenen und zu erledigenden Dinge einsehen dürfen. Sozusagen benötigt also jeder Mitbewohner ein eigenes Smartphone oder Tablet.

Der Start. Für alle geeignet. Screenshot_2013-09-17-19-27-11

Nach einer Einarbeitung stellt die Kontrolle keine nennenswerten Probleme dar.

Kosten

Die Werbung ist nicht anstrengend und kann auf Wunsch für 99 Cent pro Jahr deaktiviert werden. Die Kosten sind fair, auch in Anbetracht der Tatsache, dass Roomboard schließlich gratis bei Google Play angeboten wird. Die ersten sieben Tage zeigt die App übrigens im Rahmen der Probierphase keine Reklame an. Jeder kann also in Ruhe entscheiden, ob sich das Deaktivieren der Banner lohnt oder nicht nötig ist.

Fazit

Roomboard ist eine echte Bereicherung für all diejenigen, die viel zu schnell vergessen, wann wieder Staub gesaugt oder gar der Abwasch erledigt werden soll. Nach einigen Minuten wird der Mehrwert des digitalen Putzplans erkannt und mit Mitbewohnern beziehungsweise den anderen Familienmitgliedern die zu bewältigenden Aufgaben organisiert. Dadurch wird das Säubern der Wohnung auch nicht viel spaßiger, dafür allerdings fairer und übersichtlicher. Im besten Fall wird kostbare Zeit gespart und niemand fühlt sich am Ende benachteiligt.

Vielversprechend klingt übrigens, dass die Entwickler bereits an einer verbesserten Version arbeiten, bei der sogar Einkaufslisten berücksichtigt und wie jetzt schon die Putzarbeiten mit Mitbewohnern synchronisiert werden. Roomboard entwickelt sich also noch weiter. Es ist sogar von einer Optimierung für Familien die Rede. Es besteht die Hoffnung auf Gamification-Elemente mit virtuellen Belohnungen.

Weitere Details gibt’s auf der Webseite der Entwickler.

Die Android-App Roomboard – der Putzplan lässt sich kostenlos aus dem Google Play Store herunterladen.

Roomboard verlangt bei der Installation Zugriff auf:
Internet: Für den Login und die Synchronisation wird das Internet benötigt:
Kontakte: Für die Autovervollständigung bei der Einladung von Mitbewohnern genutzt
Push-Notifications: Zugriff auf Accounts, Telefon-Status und WAKE_LOCK