Die finanzblick – Onlinebanking-App soll die Verwaltung diverser Bankkonten, Kreditkarten oder Paypal-Accounts vom Android-Device aus ermöglichen. Der Banking-Allrounder wurde genauer betrachtet.
Einrichtung
Während des ersten App-Starts muss sich der Nutzer über die Anwendung bei finanzblick unter Angabe eines Benutzernamens, einer E-Mail und eines Passwortes registrieren, falls er dort nicht ohnehin schon über einen Account verfügt. Danach kann es auch schon mit dem Anlegen des ersten Bank- oder Paypal-Kontos losgehen. Außer Einzelkonten lassen sich Kontengruppen erstellen.
Zur Einrichtung des Bank-Accounts ist die Angabe der Bankleitzzahl oder BIC sowie der PIN notwendig. Die PIN lässt sich auf Wunsch für ein automatisches Login speichern, was allerdings ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt, falls das Smartphone oder Tablet verloren gehen sollte oder einem Langfinger in die Hände fällt.
Zur Sicherung der Bankdaten empfiehlt es sich außerdem, die Anwendung so zu konfigurieren, dass sie sich nach einer bestimmten Abwesenheitszeit automatisch ausloggt und zusätzlich bei jedem App-Start eine erneute Passworteingabe anfordert. Zum Speichern eines Paypal-Kontos ist die Eingabe der sogenannten Unterschrift und des API-Benutzernamens nötig.

Funktionsumfang
Auf der Startseite der finanzblick – Onlinebanking-App werden alle eingerichteten Konten im entsprechenden Euro-, Master- oder Kreditkarten-Look angezeigt, was die Sache optisch sehr ansprechend macht, allerdings auch etwas mehr Scrollarbeit erfordert, als es eine einfache Auflistung täte. Ein Klick auf das entsprechende Konto führt in die Buchungsübersicht. Von hier können Überweisungen getätigt oder Buchungsdetails eingesehen werden. Die App unterstützt angeblich alle TAN-Verfahren.
Im Test klappte beispielsweise bei der Überweisung von einem Sparkassen-Konto aus auch die SMS-Tan-Eingabe.
Eine super Übersicht bietet die Auswertung, welche sich, ebenso wie die Budgets und die Einstellungen, über eine Menüleiste am unteren Bildschirmrand anwählen lässt. Die Auswertung stellt in Diagrammen die Ausgaben nach Kategorien, Einnahmen/Ausgaben, Monatsvergleiche, den Kontosaldenverlauf, den monatlichen Überschuss und kategorisierte Buchungen dar.
Als nützliche Ergänzung zum Haushaltsbuch lassen sich in den Budgets die Kategorien Haushalt, Verkehr & Mobilität, Kinder, Freizeit, Sparen & Vorsorge, sonstige Ausgaben sowie Bar- und Kreditkartenzahlungen verwalten. Weitere Kategorien mit Budgetlimits, Anzeigen nach bestimmten Zeitintervallen und Alarmeinstellungen können hinzugefügt werden. Auch lassen sich die zunächst automatisch einer Kategorie zugeordneten Kontoumsätze in der Kontoumsatzanzeige im Nachhinein einer bestimmten Budget-Rubrik zuordnen.
Neben den Sicherheitsoptionen gibt es im Einstellungsmenü weitere Konfigurationsmöglichkeiten zur automatischen Adressübernahme sowie eine Anzeige der Bankkontakte.

Bedienbarkeit
In puncto Übersicht gibt es bei der Anwendungs-Gestaltung kaum etwas zu meckern – die Bedienelemente sind angenehm groß und alles befindet sich dort, wo man es erwartet. Design ist natürlich immer Geschmackssache, positiv fielen jedoch die netten optischen Spielereien wie die Anzeige der Konten als Chipkarte oder des Überweisungsformulars als “echter” Überweisungsträger der jeweiligen Bank auf.
Die Schnelligkeit der finanzblick-App konnte hingegen eher mal so gar nicht überzeugen: Auf einem Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3) benötigten Aufgaben wie das Synchronisieren einzelner Konten oder Aufrufen von Bankkontakten bei WLAN-Verbindung schon mal bis zu 25 Sekunden.
Fazit
Wer eine umfangreiche und optisch ansprechende Online-Banking-Anwendung sucht, die viele Kontotypen und noch dazu alle TAN-Verfahren unterstützt, ist mit der finanzblick – Onlinebanking-App gut bedient. Auch die Auswertungs- und Budget-Funktionen wussten im Test voll und ganz zu überzeugen.
Eilig darf man es bei der Nutzung allerdings nicht haben, denn die Synchronisations- und Ladezeiten waren zumindest bei der Testversion deutlich zu lang. Gleich mehrere vom Nutzer konfigurierbare Sicherheitsbarrieren machen es Unbefugten schwer, an die sensiblen Kontodaten zu kommen. Ein Restrisiko besteht jedoch immer und wird sicherlich den einen oder anderen Nutzer davon abhalten, seine Bankdaten einem Mobilgerät anzuvertrauen.
Die kostenlose Version von finanzblick – Onlinebanking ist werbefinanziert und zeigt auf einigen Menüebenen einen schmalen Werbebanner am unteren Bildschirmrand an. Der Download ist über den Google Play Store möglich. Eine werbefreie Version lässt sich für 2,49 Euro über die App nachinstallieren.
| finanzblick – Onlinebanking verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Netzkommunikation: | Zugriff auf alle Netzwerke, Netzwerkverbindungen abrufen |
| Personenbezogene Daten: | Vertrauliche Protokolldaten lesen |
| Telefonanrufe: | Telefonstatus und Identität abrufen |
| Speicher: | Inhalt des USB-Speichers/der SD-Karte ändern/löschen |
| System-Tools: | Aktive Apps abrufen |
| Standard: | Zugriff auf geschützten Speicher testen |