Der Name Cinemagram ist etwas irreführend – lässt er doch zunächst an ein Videobearbeitungsprogramm denken. Vielmehr dient die Android-App jedoch dazu, animierte GIFs aufzunehmen und mit der Öffentlichkeit und Freunden zu teilen.
Funktionsumfang
Die Anmeldung beim Start der Cinemagram-App lässt sich über Facebook, Twitter oder ein Cinemagram-Konto mit E-Mail-Adresse und Passwort durchführen.
Das Aufnahme-Procedere eines Minifilmchens erfolgt in drei Schritten: Zunächst wird durch das Halten eines Record-Buttons ein etwa vier Sekunden langes Video aufgenommen. Die Aufzeichnung kann jedoch auch durch das Loslassen der Taste unterbrochen und mit einer anderen Filmesequenz fortgesetzt werden. Bei schlechten Lichtverhältnissen lässt sich das Fotolicht hinzuschalten. Zur Aufnahme eignen sich sowohl die Front- als auch die Hauptkamera des Androiden.
Zur Bearbeitung des Filmchens oder der Aneinanderreihung von Aufnahmesequenzen gibt es 16 verschiedene Farbfilter. Außerdem kann man festlegen, ob die Aufnahme wiederholt, vorwärts oder rückwärts abgespielt werden soll. Ein Schieberegler ermöglicht die stufenlose Einstellung der Abspielgeschwindigkeit, und über eine Maske lassen sich Teile eines Standbildes ausradieren, hinter denen die bewegten Bilder weiterlaufen.
Nach der Bearbeitung wird die GIF-Datei wahlweise mit einem Titel und einer Beschreibung versehen und auf Facebook, Twitter, Tumblr hochgeladen, als E-Mail, über Bluetooth oder Kurznachricht versandt. Außerdem findet man alle hochgeladenen GIFs auf der Cinemagram-Seite wieder, wo sie von anderen Usern geliked, geteilt oder kommentiert werden können.
Auf dem Telefon oder der MicroSD-Karte werden die GIFs nicht automatisch gespeichert.
Im eigenen Profil, das mit einem Foto, einem Namen sowie einer Beschreibung versehen werden kann, lassen sich die eigenen Aufnahmen und die von Cinamagram-Freunden, denen man folgt, verwalten. Die Suche nach GIFs zu einem bestimmten Thema wird über eine Suchmaske oder Tags vorgenommen.
Bedienbarkeit
Auf einem Huawei Ascend P1 (Android 4.0.3) lief die App im Test sehr flüssig. Auch auf einem Pulid B943 (Android 4.1.2) gab es keine Abstürze, allerdings wurde auf diesem zwar die Front-, nicht aber die rückwärtige 12 Megapixel-Kamera unterstützt. Das Teilen der fertigen GIFs über Facebook klappte über beide Geräte nicht. Allerdings ließen sich die Aufnahmen via E-Mail versenden.
Der Aufbau der Anwendung ist übersichtlich gestaltet – alle wichtigen Bedienelemente befinden sich unter Buttons am oberen Bildschirmrand. Die minimalistisch gehaltene orange-graue Oberfläche ist allerdings Geschmackssache.
Fazit
Grundsätzlich wäre Cinemagram eine nette Android-App, zumal einige User echtes kreatives Talent bei der Gestaltung ihrer GIFs beweisen. Wenn, ja wenn da nicht noch die einen oder anderen Bugs wären, wie beispielsweise von Nutzern im Google Play Store berichtete Abstürze, der teilweise nicht funktionierende Upload auf Facebook oder nicht unterstützte Kameras. An der Optik ließe sich noch feilen und ein deutschsprachiges Menü wäre auch nicht schlecht.
Wenn hier und da noch etwas nachgebügelt wird, ist die Anwendung empfehlenswert – so gibt es vorerst einige Abzüge in der Bewertung.
Cinemagram gibt es zum kostenlosen Download im Google Play Store.
| Cinemagram verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Konten: | Konten auf dem Gerät verwenden |
| Hardware Steuerelemente: | Bilder und Videos aufnehmen, Lichtanzeige/Vibrationsalarm steuern |
| Standort: | Genauer Standort (GPS- und netzwerkbasiert) |
| Netzkommunikation: | Zugriff auf alle Netzwerke, Netzwerkverbindungen/Daten aus dem Internet abrufen |
| Personenbezogene Daten: | Kontakte lesen |
| Speicher: | Inhalt des USB-Speichers der SD-Karte ändern/löschen |
| System-Tools: | Ruhezustend des Tablets/Telefons deaktivieren, beim Start ausführen |
| Standard: | Zugriff auf geschützten Speicher testen |