All-Net-Flats erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Worauf sollte achten, wenn man sich durch die Angebote wühlt?
Mittlerweile haben so gut wie alle Anbieter eine so genannte All-Net-Flat im Angebot. Ihr Prinzip ist denkbar einfach: Man bezahlt einmal im Monat einen festen Betrag und kann dafür so lange wie man möchte Telefonieren und Surfen – zumindest in der Theorie.
In der Praxis unterscheidet sich die Ausgestaltung der Tarife oft in einigen Punkten, die für manchen Nutzer durchaus zum Ausschlusskriterium taugen. Wer sich für eine All-Net-Flat entscheidet und vorher einige Punkte beachtet, findet aber problemlos einen Tarif, der zu ihm passt.
1. Nutzungsgewohnheiten
Ganz grundsätzlich sollte man vor der Wahl einer All-Net-Flat seine Nutzungsgewohnheiten unter die Lupe nehmen. Wofür wird das Smartphone genutzt? Wird viel telefoniert, werden viele SMS verschickt oder ist die Nutzung hauptsächlich im mobilen Internet? Das ist deshalb bedeutsam, weil sich zum Beispiel die Datenvolumina, die man mit Höchstgeschwindigkeit versurfen kann, von Anbieter zu Anbieter unterscheiden können.
Das grundsätzliche Modell der Angebote unterscheidet sich dabei kaum: Sie umfassen eine Flat in Festnetz und alle Handy-Netze sowie ein festgelegtes Datenvolumen. Ist das verbraucht, wird die Surfgeschwindigkeit auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt. Wer mehr Volumen möchte, muss zahlen.
Extraleistungen wie eine SMS-Flat kosten meist ebenfalls extra. Simyo berechnet dafür fünf Euro monatlich, Blau ebenfalls. Bei Aldi Talk ist ein Kontingent an Minuten oder SMS im Tarif (19,90 Euro monatlich) integriert, aber auf 2.000 Einheiten begrenzt. Es empfiehlt sich also, einen Allnet Flat Vergleich zu Rate zu ziehen.
2. Welches Netz?
Die Frage nach dem Wunschnetz gehört zu den elementarsten Fragen, die vor der Buchung geklärt werden sollten. Generell ist die Abdeckung in Deutschland in allen vier Netzen gut, dennoch gibt es Unterschiede. Connect kürte in seinem Netztest 2012 das Netz der Deutschen Telekom zum besten Netz. Platz zwei ging an Vodafone, O2 landete auf dem dritten Platz. Letzter wurde das Angebot von E-Plus.
Das ist zum Beispiel für Vielsurfer, die in ländlichen Regionen wohnen, wichtig: So ist die Abdeckung des Deutsche Telekom-Netzes auf dem Land besser als die des E-Plus-Netzes. Oft ist aber leider nicht auf den ersten Blick ersichtlich, welcher Anbieter über welches Netz funkt. Einen guten Überblick bietet teltarif.
3. Preis & Laufzeit
Standardangebote liegen bei 19,90 Euro – allerdings nur, wenn man sich für 24 Monate an den Anbieter bindet. Will man keine feste Vertragslaufzeit, verteuern sich die monatlichen Gebühren. Bei 1&1 gar um satte zehn Euro.
Auch ist darauf zu achten, ob die Gebühren die gesamten zwei Jahre gleich bleiben. Bei einigen Anbietern verteuern sie sich nach einigen Monaten. Einige Anbieter offerieren zudem Tarifmodelle, bei denen es ein neues Smartphone hinzu gibt. Das verteuert die Monatsgebühr natürlich nicht unwesentlich. Wer bereits ein Smartphone hat, das weitergenutzt werden kann, fährt deutlich billiger.
