Da kommen Erinnerungen hoch: Eine ganze Generation verbrachte Tage vor Nintendos legendärer NES-Konsole und zockte Super Mario. In Form der App Super Mario Bros hat der Kultklempner auch seinen Weg in den Android Market gefunden. Doch im Test folgte der Freude Ernüchterung.
Gameplay
Den Aufbau des Spiels haben die Entwickler vom NES-Game übernommen. Charaktere, Welten, Gegner und Musik entsprechen eins zu eins dem historischen Original. Zum Spielprinzip sind im Grunde keine Ausführungen nötig, schließlich handelt es sich bei Super Mario Bros. um eines der bekanntesten und meistverkauften Jump’n’Run-Games der Welt. Selbst Videospielmuffeln sollte der Name Super Mario mal durch die Gehörgänge geweht sein.
Doch für alle, an denen das Spiel vorbeigegangen ist, hier noch einmal die Kurzzusammenfassung: Um das Pilzkönigreich zu retten, muss Prinzessin Peach aus den Händen der Riesenschildkröte König Koopa entrissen werden. Der italienische Klempner Mario wagt die Rettungsmission und sieht sich dabei mit vielen Hindernissen und Gegnern konfrontiert.
Bedienbarkeit
Die Hauptkritik entzündet sich an der Steuerung des Spiels. Wer über keine QWERTZ-Tastatur verfügt, muss den Helden nämlich über den Touchscreen steuern. Die Anordnung der virtuellen Tasten auf dem Bildschirm entspricht genau der des NES-Gamepads. Im Klartext: Während des Spiels verdeckt man mit den Fingern das Display. Läuft, irgendwie. Wirklich elegant ist die Lösung nicht. Hinzu gesellte sich die lahme Reaktion des Touchscreens.
Über die Einstellungen ist es außerdem möglich, Einfluss auf die Grafik- und Soundqualität zu nehmen. Gute Idee, für rechenschwache Prozessoren aber leider ungeeignet, weil der Spielfluss bei höherer Qualität plötzlich durch Ruckler gestört wird. Natürlich: Das G1 entspricht nicht dem der letzte Stand der Technik. Doch ist es sinnvoll, ein Spiel auf Prozessoren mit wenigstens einem Gigahertz und Massen an Arbeitsspeicher zu optimieren? So verbreitet sind entsprechende High-End-Geräte noch nicht.
Fazit
Wer Spaß an alten Arcade-Klassikern hat und etwas in Erinnerungen schwelgen will, sollte Super Mario Bros. mal antesten. Spaß wird allerdings nur mit Volltastatur aufkommen. Die Display-Steuerung des Spiels ist bislang einfach zu schlecht umgesetzt. Da kann die Grafik noch so retro sein, ein Spiel, das sich nicht bedienen lässt, ist Datenmüll. In seiner jetzigen Form ist die App schlicht und ergreifend eine Enttäuschung. Spielfreude? Fehlanzeige! Im Fall von Super Mario Bros. schreibt sich Spielerglück jedenfalls so: rechenstarkes Smartphone und ausziehbare QWERTZ-Volltastatur.
Als Testgerät kam ein G1 zum Einsatz. Super Mario Bros. ist kostenlos im Android Market erhältlich.