Nicht immer ist ein PC mit Tastatur greifbar, wenn man auf die Schnelle einen Termin in den Google Kalender eintragen will. Über die virtuelle Handytastatur entpuppt sich das Ganze gerade bei kleineren Displays oft als fummelige Angelegenheit. Bei der Android-App Sprich Deinen Termin ist der Name Programm: Sie möchte der Fingerakrobatik ein Ende machen.
Installation
Die App verlangt bei der Installation Zugriff auf:
- Standort: Ungefährer (netzwerkbasierter) Standort, genauer (GPS-) Standort
- Netzkommunikation: Uneingeschränkter Internetzugriff, Netzwerkstatus anzeigen
- Persönliche Daten: Kalendertermine hinzufügen oder ändern und E-Mails an Gäste senden, Kalendertermine lesen
Sollen Termine von der App vorgelesen werden, wird die deutsche Sprachversion von Text-to-Speech benötigt. Auch eine Spracherkennungssoftware, wie beispielsweise Google Sprachsuche, muss installiert sein.
Funktionsumfang
Auf der App-Startseite gibt es eine schrittweise Anleitung zur Bedienung der App. Vor der ersten Termineingabe empfiehlt es sich, die Einstellungsoptionen über die Menütaste aufzurufen und Konfigurationen zum Autostart der Sprachaufnahme direkt nach dem Starten der App, zur Sprachausgabe, zum Standort, zu Erinnerungsintevallen- sowie zur Nutzung von privatem oder geschäftlichem Kalender vorzunehmen. Als Ausgabestimme lässt sich wahlweise eine sehr langsam sprechende Online-Sprachausgabe von Google oder die Standard-Sprachausgabe einstellen, welche wiederum sehr schnell und abgehackt klingt.
Um einen Termin einzusprechen, muss auf ein Mikrofonsymbol getippt werden. Die App fordert den Nutzer daraufhin auf, den Termin anzusagen. Hierfür ist die Eingabe in ganzen Sätzen möglich, beispielsweise: “Am 3. Mai um 20 Uhr Abendessen mit Peter”.
Im Test ließ sich der Termin trotz zügiger Eingabe häufig nicht zu Ende einsprechen: Die Sprachausgabe unterbrach, bevor der vollständige Satz eingesprochen wurde und wiederholte den vermeintlichen Termin. Auch fiel auf, dass einige Zeitangaben mehrfach nicht korrekt von der Anwendung angenommen wurden. So wurde aus 11 Uhr grundsätzlich 8 Uhr und die Eingabe von 11.15 Uhr wurde gar nicht verstanden. Hingegen klappte die Erkennung von „Viertel nach 11“ problemlos. Erstaunt hat die gut funktionierende Fähigkeit der App, Eingaben wie „morgen“ oder „übermorgen“ auf das korrekte Datum umzurechnen.
Nach der Spracheingabe des Events erfolgt die Frage, ob der Termin in den geschäftlichen oder privaten Kalender übernommen werden soll. Für den Fall, dass der Termin nicht korrekt von der App verstanden wurde, wird eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen angezeigt. Trifft keiner der Verbesserungsvorschläge zu, muss der Befehl „Bearbeiten“ eingesprochen werden, woraufhin sich die klassische Termineingabe zur manuellen Nachbearbeitung öffnet. Hier lassen sich auch Details wie Zeitzone oder Terminbeschreibung – allerdings nur schriftlich – eingeben, da diese ansonsten nicht von der App erfasst werden.
Seite 2: Bedienbarkeit & Fazit