Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL und die Onlineredaktion SPIEGEL ONLINE haben heute eine Bezahlschranke eingerichtet.
Investigative News und gut recherchierte Reportagen sind wichtig in der heutigen Zeit. Und guter Journalismus kostet Geld. Dies ist den Verantwortlichen des SPIEGEL natürlich bekannt und sie steuern angesichts sinkender Verkäufe der Printausgaben des Hefts und der zahlreicheren Zugriffe über die Seite spiegel.de und die App gegen. Die Antwort nach der Frage nach gut vergütetem Journalismus: Bezahlschranken.
Guter Journalismus? Muss bezahlt werden – deshalb führt der SPIEGEL eine Bezahlschranke ein. (Bild: N-Droid.de)
Das funktioniert in der Praxis so: Die Online-Angebote können weiterhin kostenfrei genutzt werden – alle Artikel sind grundlegend gratis, jedoch gibt es Beiträge, die mit einem SPIEGEL-Plus-Zeichen versehen sind. Beim Anklicken solcher Beiträge können die ersten 1.000 Zeichen gratis gelesen werden, danach erfolgt eine Aufforderung zur Registrierung für den Bezahldienst LaterPay. Über diesen werden die eingesehenen Artikel abgerechnet. Fair: Erst ab einer Summe von 5 Euro ist es erforderlich, eine Kreditkarte zu hinterlegen, den Betrag zu überweisen oder per Bankeinzug einziehen zu lassen. Bezahlt wird nur das, was tatsächlich gelesen wurde. Flatrates und andere Angebote würden der Bezahlschranke noch hinzugefügt werden, teilten Klaus Brinkbäumer und Florian Harms mit.
Exklusive Beiträge? Nicht ausschließlich
In einer Mitteilung an die Leser wird von der Redaktionsleitung transparent mitgeteilt, dass Artikel nicht zwangsläufig exklusiv sein müssen für SPIEGEL Plus-Nutzer: „Viele der Texte stammen aus dem Wochenmagazin DER SPIEGEL, manche aus den Heften SPIEGEL GESCHICHTE, SPIEGEL WISSEN und SPIEGEL BIOGRAFIE sowie dem LITERATUR SPIEGEL, und viele andere werden in der Redaktion von SPIEGEL ONLINE und DER SPIEGEL exklusiv für SPIEGEL Plus erstellt.“ Leser, die den digitalen SPIEGEL abonniert haben, werden jedoch kein zweites Mal zur Kasse gebeten für Artikel, die sie bereits kennen. Die SPIEGEL Online-App ist nach wie vor kostenlos und kann hier herunter geladen werden. Abonnenten des digitalen SPIEGELS benötigen hingegen diese App.