Die Kollegen von Phonearena konnten bereits einige Tage lang Hand anlegen ans brandneue Sony Xperia Z5 Premium. Überrascht sind sie nicht nur von der guten Performance, sondern ebenso von der Tatsache, dass nur die wenigsten Inhalte Gebrauch vom 4k-Display machen. Eine subtile Art des Etikettenschwindels, wie sich herausstellte…
“Das Xperia Z5 Premium bietet ein 4k-Display mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln […] und erlaubt den Genuss aller Videos und Bilder in voller 4k-Auflösung. Alle anderen Inhalte werden in 1080p oder einer niedrigeren Auflösung dargestellt, um die Performance zu verbessern und die Batterienutzungsdauer zu verlängern – damit ihr die 4k-Auflösung immer dann genießen könnt, wenn ihr sie am meisten braucht.”

Etwas blass: Das Z5 Premium macht nur selten Gebrauch vom 4k-Display. (Foto: Sony)
Das Zitat ist Sonys um PR-Phrasen aufgehübschte Antwort auf die Frage der Phonearena-Redakteure, wieso das Z5 Premium nicht die volle Auflösung bei allen Anwendungen biete. Zwischen Anspruch (4k-Auflösung) und Realität (zumeist 1080p) liegen also einige Bildpunkte Unterschied. Das Anbieten einer “alternativen Auflösung”, um Rechenpower einzusparen und die Akkulaufzeit zu verlängern, ist kein neuer Vorgang, überrascht aber angesichts der Sony-PR-Maschinerie, die zur IFA eben die 4k-Auflösung als das Kaufargument fürs Xperia Z5 Premium anführte.
Damit ein anderes Werbeversprechen – die zwei Tage Akkulufzeit im Normalbetrieb – eingehalten werden kann, entschieden sich die Ingenieure zu diesem Schritt. Und gingen noch weiter: Zugriff auf die vollen 3.840 mal 2.160 Pixel haben lediglich die vorinstallierten Sony-Anwendungen wie die Galerie oder Video-App und benötigen dafür auch noch entsprechend hochauflösendes Material.
Die Frage stellt sich deshalb, wieso Sony überhaupt auf einen derart hochauflösenden Bildschirm setzt – und den Aufpreis nicht einfach mit mehr verbautem Speicher oder einer anderen, sinnvollen Komponente rechtfertigt.
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