Der japanische Elektronikmulti Sony kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen – nach einigen Quartalen über der schwarzen Null befindet sich das Unternehmen wieder da, wo es die letzten Jahre war: Am Boden.
Der Grund: Wohl fehlende Investitionen oder falsch gesetzte Prioritäten. Während das Unternehmen die fetten Jahre genoss, vergaß es die Zukunft und verlor in den 2000ern den technologischen Anschluss an die Konkurrenz. Egal ob Fernseher, Computer oder eben Smartphones – Sonys Produkte hinkten stets hinterher.
Einzige Ausnahme: Die PlayStation-Sparte, die in einigen Jahren sogar der einzige Gewinnbringer war. Nach der Entlassung zehntausender Mitarbeiter, dem Verkauf firmeneigener Immobilien und der Aufkündigung der Kooperation mit dem schwedischen Unternehmen Ericsson folgt nun der nächste Tiefschlag: Die Smartphone-Sparte hat ihre Ziele offensichtlich einmal mehr nicht erreicht, so das Wall Street Journal. Besonders bitter ist, dass Sony die Prognose von 50 Millionen auf gut 43 Millionen verkauften Smartphones senkte.
Zurückzuführen ist dies nicht nur ausschließlich auf den schwer umkämpften Smartphone-Markt. Sony selbst kündigte an, das margenschwache Einstiegssegment der Smartphones nicht mehr bedienen und nur noch für den gut gefüllten Geldbeutel Modelle anbieten zu wollen. Die neuesten Flaggschiffe Xperia Z3 und Z3 Compact dürften deshalb Indikator dafür sein, ob man das Ruder rumreißen kann … oder nicht.
