Ski Safari verspricht kalten Spielspaß im heißen Sommer. Im Stile eines Endlos-Runners versucht der Spieler so lange wie möglich auf den Beinen zu bleiben, bevor er von der Lawine erwischt wird. Kann das Spiel überzeugen oder ist es nur ein weiteres Casual Game, das für einen kurzen Hype sorgt?
Gameplay
Spiele mit Ein-Finger-Bedienung sind nicht immer ein Garant für langanhaltenden Spielspaß. Ski Safari möchte das besser machen und punktet mit jeder Menge Power-ups, abwechslungsreichen Strecken und sehr vielen Aufgaben.
Der Spieler steuert Sven, der zu Beginn des Spiels friedlich in seiner Ski-Hütte schlummert. Durch eine Lawine wird er samt Bett aus der Hütte befördert und versucht von nun an, schneller als der kalte Tod zu sein. Auf dem Weg ins Tal meistert er allerhand Abgründe, nutzt Wolken als Skipiste und vollführt währenddessen auch noch Kunststücke. Je weiter er kommt, desto schneller wird das Spiel. Auch häufen sich die Hindernisse, die Sven zum Stürzen bringen. Dann heißt es schnell aufstehen und weiter fahren, bevor die Lawine zu nahe kommt. Ziel ist nicht das Ankommen, sondern die Weite der Strecke, die man zurücklegt.
Natürlich kann man auch auf diverse Hilfsmittel zurückgreifen. Pinguine, Yetis, Vögel und Jetskis stehen zur Verfügung, die einem enorme Vorteile bringen. Diese werden aktiviert, wenn man sie unterwegs erwischt, ein Button muss nicht gedrückt werden oder ähnliches. Der Spielfluss wird also nicht unterbrochen und der Spieler kann sich voll auf die Umgebung konzentrieren.
Auch Aufgaben gibt es zu erledigen. Bestimmte Weiten erreichen, spezielle Tricks absolvieren und andere relativ leicht lösbare Aktionen sind gefragt. Die Tricks beschränken sich hier jedoch auf alle möglichen Variationen von Backflips, mehr ist bei der Steuerung nämlich nicht drin. Hat man bestimmte Challenges erledigt, steigt das eigene Level und es werden Power-Ups direkt zu Beginn des Spiels verfügbar.
Bedienbarkeit, Grafik und Sound
Von einem Casual Game, zu dem Ski Safari zweifelsohne gehört, erwartet man keine 3D-Grafik oder Dolby-Surround-Sound. Das wird hier auch nicht geboten. Die Grafik ist dennoch nett anzusehen, Comic-Stil mit zahlreichen Animationen. Der Sound hat ebenfalls etwas kindliches, passt aber zum Game und nervt nicht. Hintergrundmusik und Soundeffekte können getrennt voneinander ein- oder ausgeschalten werden.
Die Steuerung ist, wie bereits erwähnt, sehr einfach. Per Tap auf das Display springt man, hält man den Finger auf dem Display, rotiert man rückwärts. Die Rückwärtsrotation ist nicht nur für die Backflips, so lässt sich auch die Geschmeidigkeit des Flugs beeinflussen. Je besser man fliegt, desto mehr Boost bekommt man. Den Boost kann man auch erhalten, wenn man viele Münzen auf einmal einsammelt.
Fazit
Ski Safari ist mindestens so cool, wie die Lawine vor der man flüchtet. Es hat diesen typischen „ich versuch’s nur noch einmal“-Effekt, der es schwer macht, das Spiel wieder aus der Hand zu legen. Zur Wartezeitüberbrückung oder für die Fahrt mit Bus und Bahn ein perfektes kleines Game. Durch die Challenges können ambitioniertere Spieler sogar Erfolge frei schalten.
Einziges Problem: Im Test war die Kaufversion des Spiels eine Demo-Version. Da der Link innerhalb der App zur Vollversion der gleiche ist, wie die bereits installierte Version, wird davon ausgegangen, dass es sich hier um einen Fehlupload des Entwicklers handelt. Es wurde auch bereits dort angefragt, jedoch noch keine Rückmeldung erhalten. Sollte es sich hierbei wirklich nur um eine Demo handeln, für die bezahlt werden muss, ist der Preis, auch wenn es nur ein paar Cent sind, nicht gerechtfertigt. Sobald bekannt ist, was da schief lief, wird darüber informiert. Update: Es ist eine neue Version des Games verfügbar, die diesen Bug beheben soll. Auch antworteten die Entwickler, dass ein kompletter Neustart des Spiels hilft, die Vollversion wieder hervorzubringen. Allerdings wurde das Spiel während des Tests mehrfach neu gestartet und die Demo blieb. Nach dem Update ist die Demo Version verschwunden, es bleibt zu hoffen, dass es so bleibt.
Ski Safari kann für 0,78 Euro im Google Play Store geladen werden. Als Testgerät kam ein Sony Ericsson Xperia Ray zum Einsatz.
| Ski Safari verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Netzkommunikation | Uneingeschränkter Internetzugriff |
| Speicher | Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen |
| Netzkommunikation | Überprüfung der Market-Lizenz |