Im Gerüchtewirbel um das Samsung Galaxy S III war unter anderem behauptet worden, dass das Smartphone ein Super AMOLED Plus-Display bekommen würde. Dass Samsung nun doch “nur” ein Super Amoled-Screen mit PenTile-Technologie zurückgreift, rief zuletzt Kritiker auf den Plan.
Es ist eine Frage, die sich vielen Nutzern wohl nicht stellt, weil sie ganz einfach den Unterschied nicht bemerken. Nun brachte ein Samsung-Mitarbeiter Licht ins Dunkel. Die Erklärung gegenüber mobileburn auf dem CTIA-Meeting: PenTile-Displays halten einfach länger.
Um die Unterschiede zwischen PenTile-Displays und normalen LCDs zu verstehen, muss man sich auf die Subpixelebene begeben. In LCD-Displays besteht jedes Pixel aus drei Subpixeln – Rot, Grün und Blau. Die PenTile-Technologie kommt mit zwei Subpixeln pro Bildpunkt aus und fügt der RGB-Farbmatrix außerdem noch eine vierte “Farbe” hinzu, und zwar Weiß. Das kann insgesamt den Stromverbrauch senken und die Leuchtstärke des Displays erhöhen.
Kritiker bemängeln aber, dass PenTile-Displays weniger scharf darstellen als zum Beispiel Samsungs Super AMOLED Plus-Displays, die mit einer regulären RGB-Matrix arbeiten und trotzdem heller darstellen und stromsparender sind. Warum sich Samsung jedoch trotzdem gegen einen Super AMOLED Plus-Screen entschieden hat, begründet der Konzern mit der Lebensdauer des Displays:
Bei OLED-Displays ist die Lebensdauer von der Langlebigkeit der blauen Bildpunkte abhängig. Im PenTile-Screen sind weniger blaue Subpixel enthalten, was zu längerer Haltbarkeit führt. Außerdem ist das Problem mit der geringeren Schärfe durch die hohe Grunddichte der Pixel (306 ppi) für das normale User-Auge kaum zu erkennen – und wer schaut sich sein Display schon unter dem Mikroskop an? [via, via, via]