Noch ist es nicht bestätigt, aber die Gerüchteküche verdichtet es bereits: Samsung könnte als Prozessor-Lieferant für das iPhone 7 ausscheiden. Den Zuschlag bekäme ein direkter Konkurrent.

Während das iPhone 6s noch mit Samsung-Prozessoren bestückt wurde, gehen die Koreaner beim Nachfolger wohl leer aus. (Foto: Apple)
Bislang verhielt es sich bei Apple-Smartphones so: Der Prozessor, wenn auch baugleich, wurde von zwei verschiedenen Firmen konstruiert. TSMC und Samsung teilten sich den lukrativen Auftrag, für das Unternehmen aus Cupertino zu produzieren und konnten darüber stabile Umsätze einfahren. Paradox ist der Status Samsungs schon, bedenkt man, dass die Südkoreaner nicht nur Apple-Partner, sondern zugleich deren ärgster Konkurrent sind. Bis zum iPhone 6s war das aber kaum ein Problem.
Nun sucht Apple aber weiterhin nach Optimierungen für ihre eigenen Smartphones, allen voran das iPhone 7 und fand dies bei der Winzigkeit von 7 nm. In diesem Verfahren kann TSMC bereits Prozessoren fertigen, während Samsung noch in 14 nm fertigt. Die Folgen: Theoretisch sind TSMCs designierte A10-Prozessoren hinsichtlich ihrer Wärme- und Energieaufnahme genügsamer – und damit ideale Kandidaten, um exklusiv für Apple zu fertigen.
Neu sind die Gerüchte wohlgemerkt nicht, denn schon in der zweiten Hälfte prophezeite Samsung für die eigene Halbleiter-Sparte ein schwieriges Geschäftsjahr – möglicherweise ahnten die Verantwortlichen bereits, dass TSMC den Zuschlag bereits erhielt. Während die Südkoreaner deshalb auf aggressive Weise die Vorzüge des neuen Snapdragon 820 preisen, der als einer von zwei Prozessoren in der neuen S7-Reihe verbaut werden soll, möchte man als Produzent von 7-nm-Prozessoren spätestens 2017 in Erscheinung treten. Ob Apple dann aber wieder (oder noch) Interesse zeigt, überhaupt mit den Koreanern zu verhandeln, steht in den Sternen.
(via)