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Veröffentlicht am Android-Themen · Hardware · Features 4 Min. Lesezeit

Samsung Galaxy S III im Test (4): Software & Alltagstauglichkeit

Ohne vernünftige Software macht auch die tollste Hardware keine Freude; und da das Android-Handy neben Gaming, Musikhören und Internet-Chat womöglich doch noch ab und zu mal zum Telefonieren genutzt wird, sollte auch die Telefonfunktion stimmen. Darum widmet sich dieser vierte Teil des Testlaufes der Software und Alltagstauglichkeit des Samsung Galaxy S III.

Android 4.0.4 und TouchWiz 4.0

Bei Auslieferung läuft auf dem Samsung Galaxy S III Android in der Version 4.0.4 (Ice Cream Sandwich) mit Samsungs TouchWiz 4.0-Oberfläche. Diese bringt einen eigenen Lockscreen mit Sofortzugriffen auf die wichtigsten Apps und einen siebenseitigen Startscreen mit sich. Die Startseiten lassen sich bearbeiten und mit Hintergründen, Live-Wallpapers, Widgets, Ordnern oder Programm-Icons bestücken.

Eine Pull-Down-Statusbar am oberen Bildschirmrand informiert über Updates, neue Ereignisse, Akkuladestand, Netzempfang und Uhrzeit. Zieht man diese herunter, kommen eine Energiesteuerungsleiste und Benachrichtigungen zum Vorschein. Am unteren Bildschirmrand gibt es Direktzugriffe auf Telefon, Kontakte, Nachrichten, Internet und das Hauptmenü.

Über das Anwendungs-Menü lässt sich auf alle installierten Apps und Programme sowie auf Widgets zugreifen. Die Darstellung präsentiert sich wahlweise als Raster auf nebeneinander liegenden Seiten oder in Listenansicht. Unter einigen Menüpunkten, wie beispielsweise den Einstellungen, verbergen sich die Android-typischen Listenmenüs.

Google Apps, Samsung-Anwendungen und mehr…

Neben den Standard-Google-Apps, sprich Google Mail, Google+, Latitude, Maps, einem Mailprogramm für IMAP- und POP3-Konten, Places, Play Store, Kalender, Google Talk, Google Maps Navigation und Google Suche gibt es ein UKW-Radio, einen Taschenrechner und eine Sprachmemofunktion.

Samsung hat das Device jedoch auch mit zahlreichen eigenen Hubs und Apps ausgestattet. Hierzu gehören AllShare Play, ein Game-, ein Musik- und ein Video-Hub sowie S Memo, S Planner, S Suggest und S Voice. S Voice erlaubt die Steuerung des Telefons über Sprache und ähnelt in seiner Funktion dem bekannten Siri beim iPhone. S

So lassen sich beispielsweise Apps oder Kontakte aufrufen, aber auch die Navigationsfunktion öffnen, Uhrzeiten und Standorte erfragen oder Wissensfragen stellen. Nach dem Öffnen der App funktioniert diese tatsächlich komplett berührungslos und lässt sich nach einiger Zeit der Nichtbenutzung durch den Sprachbefehl „Hallo Galaxy“ wieder aufwecken.

Vorinstalliert sind außerdem die Apps Lieferheld, HRS Hotels, kaufDA Navigator, MyTaxi, Bild, ChatOn und Dropbox, welches das Galaxy S III zwei Jahre lang mit 50 Gigabyte kostenlosem Online-Speicher versorgt.

Tippen und Telefonieren

Nachrichtentexte können über die Google Spracheingabe, Handschrifteingabe oder eine Samsung-Tastatur eingegeben werden. Diese bietet ein QWERTZ-Tastaturfeld im Quer- und Hochformat sowie eine 3×4 Tastatur im Hochformat. Das QWERTZ-Tastaturfeld ist schlicht und angenehm groß gestaltet. Zwischen Buchstaben und Symbolen lässt sich durch horizontales Wischen über die Tastatur wechseln. Außerdem gibt es Optionen zur automatischen Großschreibung, automatischen Punktsetzung, Texterkennung und Zeichen-Vorschau sowie T9 Trace.

Der Netzempfang in O2-Netzen war im Test durchgehend sehr gut. Auch in weniger gut ausgebauten Netzregionen kam es zu keinen Gesprächsabbrüchen. Stimmen wurden sowohl auf der Handy- als auch auf der Festnetzseite klar und unverzerrt, ohne störende Hintergrundgeräusche wiedergegeben. Kein Anlass zur Klage bot auch die Freisprechfunktion. Die Wiedergabe über den Handylautsprecher ist so laut, dass der Gesprächspartner selbst bei laufendem Motor im Auto noch gut zu verstehen ist.

Browser

Der Browser des Samsung Galaxy S III benötigte im Test noch nicht einmal drei Sekunden, um die Startseite von Androidapptests.com in mobiler Ansicht zu öffnen. Am oberen Rand des Browsers befinden sich das URL-Eingabefeld, die Seitenaktualisierung sowie Buttons zum Anlegen und Öffnen von Lesezeichen und Aufrufen im Hintergrund geöffneter Seiten.

Über die Menütaste lassen sich neue Fenster öffnen, Favoriten und Shortcuts hinzufügen, Seiten versenden, eine Desktop-Ansicht einstellen und Seiten zum Lesen im Offline-Modus speichern. Youtube-Videos öffnen sich direkt im Browserfenster.
Alternativ ist allerdings auch noch die YouTube-App installiert.

Pinch-to-Zoom und Scrollen gehen auch bei komplexeren Seiteninhalten sehr weich und ohne Ruckler oder Verzögerungen vonstatten. In Punkto Browser gibt es absolut nichts zu meckern.

Music-Player

Der Music-Player des Samsung Galaxy S III sortiert Musik in die Kategorien Alle, Wiedergabe-Listen, Alben, Interpreten, Music Square und Ordner. Im Player-Fenster werden Titel, Interpret, ein Bild des Albumcovers, Buttons für die Zufallswiedergabe den Music Square, über den die Auswahl von Musik nach gewünschter Stimmung möglich ist sowie die klassischen Bedienelemente angezeigt. Über den Klangregler SoundAlive können zahlreiche voreingestellte Klangfarben ausgewählt werden.

Über den Handy-Lautsprecher klingt Musik voluminös und voll. Die Höhen neigen allerdings etwas zum Übersteuern. Eine gute Qualität bringt das mitgelieferte Headset.

Im morgigen Fazit wird ein abschließender Überblick darüber gegeben, was am Samsung Galaxy S III gefallen hat und was weniger den hohen Erwartungen an ein High-End-Device entsprach.

Hier sind die ersten drei Teile des Tests zu finden:
Samsung Galaxy S III Unboxing

Samsung Galaxy S III im Test (1): Unboxing und erster Eindruck

Samsung Galaxy S III Oberkante Große Webansicht

Samsung Galaxy S III im Test (2): Design und Verarbeitung

 Samsung Galaxy S III Benchmark

Samsung Galaxy S III im Test (3): Hardware und Performance